Mit Riesenschritten kommt der Innenausbau des Riesenprojekts Campus voran. Mittendrin befindet sich als Herzstück der Campussaal, der durch die Stadt Brugg und die Gemeinde Windisch in Partnerschaft finanziert, erbaut und betrieben wird.

Damit dieser Betrieb langfristig gesichert werden kann und damit die Startphase möglichst reibungslos und erfolgreich gelingt, müssen die finanziellen Mittel bereitgestellt werden. Und genau über diese finanziellen Mittel – die Rede ist von jährlich wiederkehrenden Krediten – entscheiden die Einwohnerräte in Brugg und Windisch. Erneut. Denn die im Jahr 2008 angenommenen Betriebsbeiträge von 300000 Franken reichen nicht und verdoppeln sich auf 600000 Franken.

«Von existenzieller Bedeutung»

Der Grund: Für die damals verfügbaren Angaben und Annahmen wurden zwar die finanziellen Aspekte analysiert und es wurde ein Abschreibungsbedarf von rund 600000 Franken berechnet, aber: «In der wirtschaftlichen Betrachtung, welche dem Einwohnerrat und dem Volk zur Beschlussfassung vorgelegt wurde, wurde dieser Betrag bewusst und transparent nicht eingerechnet, da man der Meinung war, die Abschreibungen seien für die ersten fünf Betriebsjahre nicht zwingend zu verbuchen», ist in den Unterlagen zuhanden der Einwohnerräte festgehalten. «Diese Betrachtungsweise ist zwischenzeitlich aus betriebswirtschaftlicher Sicht als falsch zu beurteilen.» Anders gesagt: Bereits ab 2013 soll die Campussaal Immobilien AG Abschreibungen vornehmen. Auch stehe zwischenzeitlich fest, dass die Campussaal Immobilien AG langfristig mit Mieteinnahmen von 560000 Franken budgetieren müsse, um sämtliche Aufwendungen zu decken.

Gemäss Kostenteiler belaufen sich die Betriebsbeiträge der Stadt Brugg auf 65 Prozent und diejenigen der Gemeinde Windisch auf 35 Prozent. Die Rede ist also von einer Beteiligung am Maximalbeitrag von 390000 Franken respektive von 210000 Franken. Für die ersten fünf Betriebsjahre ab 2013 stehen jährlich wiederkehrende Zusatzkredite von maximal 190000 Franken für Brugg sowie von maximal 110000 Franken für Windisch zur Diskussion.

Gemäss Stadtrat Brugg und Gemeinderat Windisch ist die Sicherung der Betriebsbeiträge während der Startphase bis 2015 sowie während des langjährigen Betriebs von existenzieller Bedeutung.

Chancen wichtiger als Kosten

Sowohl der Stadtrat Brugg als auch der Gemeinderat Windisch sprechen von Chancen, die der Betrieb des Campussaales «aus politischer, wirtschaftlicher und kultureller Sicht bietet». Sie stufen diese «bei weitem höher ein als die Kosten, die aus dem Betrieb entstehen».

Der Campus mit seinem Saal trage wesentlich dazu bei, dass die Namen der Standortgemeinden Brugg und Windisch über die Gemeinde- und Kantonsgrenzen getragen werden. Der Campussaal verdiene ein aussergewöhnliches Engagement.

Einwohnerrat Windisch: Mittwoch, 23.Januar, 19 Uhr; Einwohnerrat Brugg: Freitag, 25. Januar, 19.30 Uhr.