«Die verschiedenen Unternehmensbereiche der Bad Schinznach AG haben ein überaus schwieriges und intensives Jahr hinter sich.» So beginnt der kürzlich erschienene Geschäftsbericht des Geschäftsjahres 2011. Der Gesamtumsatz sei mit 42,14 Millionen Franken um 190000 Franken tiefer ausgefallen als letztes Jahr. Gar 440'000 Franken weniger setzte der Bäderbereich um.

Man habe mit dem Einbruch gerechnet, sagt Daniel Bieri, Vorsitzender der Geschäftsleitung. «Gerade im Bäderbereich haben die Bauarbeiten für das neue Thermi Spa im letzten Jahr den Betrieb spürbar erschwert.» Einerseits begreife man den Besucherrückgang (etwa 40000 gegenüber Vorjahr), andererseits habe man sich über die Gelassenheit und den Humor gefreut, den die meisten Menschen an den Tag gelegt hätten. Die ersten zwei Monate nach Umbau hätten ein Umsatzplus von 15 Prozent gebracht. Und der Trend stimmt optimistisch: «Wir hatten einen hervorragenden April.»

Neues Thermi- neue Arbeitsplätze

Mit dem Umbau sind auch die Kosten fürs Personal um etwa eine Million Franken gestiegen. Die Bad Schinznach Gruppe hat im Jahr 2011 35 neue 100-Prozent-Stellen geschaffen. Ausserdem ist der Energiebedarf gestiegen. Zu dieser Rechnung gesellen sich 800000 Franken einmalige Werbekosten für das neue Thermi Spa.

Den Neubau des Thermi Spa und den Ausbau des Aquarena bezeichnet die Bad Schinznach AG in ihrem Geschäftsbericht als «sehr umfangreich und kostenintensiv». Bis Ende 2011 wurden 22 Millionen Franken investiert – bis zum endgültigen Abschluss des Projekts werden es zwischen 24 und 25 Millionen sein. Das Aquarena wurde unter anderem um eine 65 Meter lange Grottenrutsche und ein 25-Meter-Aussenschwimmbecken bereichert. Im neuen Thermi Spa können die Besucher den Sauna-Bereich, einen Cocon Hamam, einen einzigartigen Erdlehm-Raum und Kosmetik- und Massage-Angebote in mehreren Massageräumen geniessen.

Erfreuliche Entwicklung der Pflegetage

Aus geschäftlicher Sicht erfreulich entwickelt sich die Anzahl der Pflegetage in der Privatklinik im Park. Mit der Bautätigkeit in der direkten Nachbarschaft vertrug sich auch das Angebot des Kurhotels nicht: 11 Prozent weniger Logiernächte hat das Unternehmen zu gewärtigen, dies insbesondere im Segment Kurgäste.

Die Golfanlage Pitch&Putt und die Bar/Lounge «Magma» haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Das Parkhaus, das direkt mit der Besucherfrequenz der Bäder zusammenhängt, muss Verluste hinnehmen.