Die Schule Windisch gleicht einem Scherbenhaufen. Das Ende des alten Jahres und der Start ins neue Jahr sind nicht geglückt. Am Neujahrsapéro der Gemeinde meinte ein Besucher, dass innerhalb von gut zwei Jahren die Schule an die Wand gefahren worden sei. Das kommt zu einem schlechten Zeitpunkt, denn die Ereignisse in der Schulpflege Windisch sind beste Werbung für die geplante Abschaffung der Schulpflege im Kanton Aargau.

Die Windischer Schulpflegepräsidentin Judith Zürcher hat als Schulleiterin in Laufenburg eine unterstützende Schulpflege erlebt. Bis vor kurzem sei sie der Meinung gewesen, dass Schulpflegen Sinn machen, sagt sie gegenüber der AZ. Nach den Ereignissen in Windisch sei sie sich dessen aber nicht mehr so sicher. Pauschalisieren möchte sie das aber nicht.

Auf die Schule Windisch warten grosse Herausforderungen. Einerseits die Umsetzung des Lehrplans 21, aber auch die umfangreiche Schulraumplanung. Statt sich darauf konzentrieren zu können, muss die ab Ende Januar reduzierte Schulpflege die Krise auf der strategischen und operativen Ebene lösen und einen neuen Gesamtschulleiter finden. Es ist zu hoffen, dass sich fähige Leute zur Verfügung stellen, auch für die zwei freien Sitze in der Schulpflege. Da sind alle Beteiligten gefordert, sich auf sachlicher Ebene für einen attraktiven, modernen Schulstandort Windisch einzusetzen.