«With a Little Help of My Friends», der Beatles-Ohrwurm, mit dem Marc Reinhard und die Musiker von azTon das Publikum von den bequemen Campussaal-Stühlen reissen, ist an diesem Abend sozusagen Programm: Es geht um einen Benefizanlass zugunsten des Hilfswerks Margrit Fuchs Ruanda.

Wobei gesagt werden muss, dass die Hilfe, welche die Freundinnen und Freunde des Hilfswerks den Bedürftigen in Ruanda zukommen lassen, alles andere als «little» ist. Immerhin hat die traditionelle Weihnachtsaktion zugunsten des Hilfswerks wiederum mehrere Hunderttausend Franken erbracht. Und auch die Tickets für den Benefiz-Anlass mit den Comedians Michel Gammenthaler und Peach Weber sowie der Band azTon waren im Nu ausverkauft.

«Dass für den Benefiz-Anlass ein fröhliches Programm gewählt wurde, kommt nicht von ungefähr», sagt Edgar Zimmermann, Vizepräsident des Stiftungsrats und Mann der ersten Stunde des Hilfswerks, bei der Begrüssung. «Ich bin überzeugt, dass Margrit Fuchs ihre Freude an diesem Programm gehabt hätte.» Edgar Zimmermann dankt den Leserinnen und Lesern der AZ – den eigentlichen Trägern des Hilfswerks, wie er feststellt – für die enorme Unterstützung.

Dank geht an den Verleger

Er dankt AZ-Verleger Peter Wanner und dessen Gattin Maja, ohne deren Bekenntnis und Einsatz das Hilfswerk nach dem Tod von Margrit Fuchs wohl nicht mehr existieren würde. Er dankt den Gemeinden Brugg und Windisch sowie dem Förderverein Campussaal für die grosszügige Unterstützung des Benefiz-Anlasses und natürlich Michel Gammenthaler, Peach Weber sowie der Band azTon, die ihre Gagen vollumfänglich dem Hilfswerk zukommen lassen.

Passend zu einem Benefizanlass für ein Hilfswerk zaubert Michel Gammenthaler Fünfliber aus der Luft. Er macht, wie er sagt, unsichtbares Geld sichtbar und das in einem Land, in dem der Prozess eher umgekehrt ablaufe. Er verändert, wie das gewisse Politiker zu tun pflegen, Realitäten, indem er Buchseiten verschwinden und wieder auftauchen lässt, und er begeistert das Publikum mit Tipps zum Gehirnhälftentraining, mit seinen Erfahrungen mit Handys, mit skilagerbegeisterten Kids oder mit Anekdoten aus der Warteschlange vor der Parkhauskasse.

Viel Geld für die Hilfswerkkasse

Peach Weber trägt seine tiefschürfenden Gedichte vor – unter anderem das vom Wurst-Käse-Salat, der sich als Worst-Case-Salat entpuppt oder das vom Biber im Teich, der so gerne Justin Bieber wäre – und philosophiert als Pensionist über das Alter und das Altersheim «Faltenblick» –das mit der Seniorenklappe. Vizepräsident und Kabarettist Edgar Zimmermann bringt das Publikum mit gewollten und ungewollten Wortspielen zum (schadenfrohen) Lachen und die azTon-Musiker um Marc Reinhard legen sich bei ihren Coverversionen grosser Hits gewaltig ins Zeug. Sie überzeugen zudem als gewiefte Verkäufer ihrer Songs – natürlich zugunsten des Hilfswerks. Das Publikum jedenfalls spart nicht mit Applaus – für die Band, aber auch für die im Saal anwesenden spontanen Sponsoren der Songs.

Am Ende des Tages, was wörtlich zu nehmen ist, ist nicht nur das Publikum im Campussaal begeistert, sondern auch Edgar Zimmermann. Schliesslich hat der Benefizanlass gut 30'000 Franken fürs Hilfswerk Margrit Fuchs Ruanda erbracht.