Juan Bertolotti ist auf dem Heimweg von der Arbeit, als am Samstagabend in Brugg vier angetrunkene Eritreer den Zug besteigen. Sie pöbeln Passagiere an, schütten Bier aus und werfen mit Abfall um sich – sehr zum Ärger von Bertolotti und anderen Passagieren.

Der dreifache Familienvater will die Störenfriede zurechtweisen. Es kommt zum Streit. Zwei der Männer werden handgreiflich, wie Tele M1 berichtet. Einer droht Bertolotti mit einer Bierflasche. «Ich dachte mir, ich warte nicht darauf, bis er mich attackiert mit der Flasche. Das ist sehr gefährlich», erzählt der in Oberentfelden wohnhafte Peruaner. Gleichzeitig nähert sich der andere Angreifer von hinten und beisst ihm mit voller Kraft in den Arm. 

Trotz des Angriffs gelingt es Bertolotti, die Schläger bei Rupperswil aus dem Zug zu locken, wo er die schliesslich die Polizei alarmiert. Diese nimmt die zwei Beschuldigten vorübergehend fest.

Gefahr durch Hepatitis B

Seine Bisswunde lässt er später im Kantonsspital untersuchen. Denn damit ist nicht zu spassen, wie Christoph A. Fux, Chefarzt der Infektionologie am KSA, weiss. «Beim Biss von Menschen kann es zu einer Übertragung von Hepatitis B kommen.» Denn die Gelbsucht ist durch Speichel übertragbar. Eine Infektion konnte bei Juan Bertolotti bislang nicht festgestellt werden.

Dennoch hat er eine Strafanzeige gegen die Angreifer erstattet. Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft. Diese bestätigt gegenüber Tele M1, dass weitere Ermittlungen im Gange seien.

Weiterer Übergriff durch Eritreer

Es ist das zweite Mal innert Kürze, dass Eritreer durch mutmassliche Übergriffe im Zug für Aufmerksamkeit sorgen: Am vergangenen Wochenende wurde eine 27-Jährige in einem Zug von einem Eritreer sexuell belästigt und entging nur knapp einer Vergewaltigung. (cze)