Königsfelden

Beim Rauchen: So konnte Karl J. aus der geschlossenen Abteilung flüchten

So konnte der Mörder Karl J. ausbrechen

Der Bericht von "Tele M1".

Karl J. gelang Anfang Jahr die Flucht aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden. Nun werden neue Details zum Ausbruch bekannt. Sie weisen Parallelen zum Fall von Boi-Mörder Kris V. auf.

Noch immer ist nicht ganz klar, wie Karl J. aus der geschlossenen Abteilung in Königsfelden entweichen konnte. Die Behörden geben auch knapp drei Wochen nach dem Vorfall nur wenig Auskunft dazu. Es habe keine Gewaltanwendung stattgefunden, sagt Hanspeter Fricker, Generalsekretär des Departements Volkswirtschaft und Inneres einzig zum Fall.

Recherchen von "Tele M1" zeigen jetzt: Die Flucht verlief ähnlich wie damals, als Kris V. aus der Psychiatrischen Klinik türmte. Der Mörder eines vietnamesischen Mädchens schnitt im Mai 2016 das Sicherheitsnetz auf dem Balkon durch. Auch Karl J. flüchtete in einem unbeachteten Moment beim Rauchen vom Balkon.

Zwei Tage nach seinem Ausbruch schnappte ihn die Polizei in Mülligen. Auch auf der Flucht sei er nicht gewalttätig geworden, sagt Fricker. 

2013 erschoss J. seinen Bruder in Büsserach im Kanton Solothurn. Ein psychiatrisches Gutachten attestierte ihm danach eine paranoide Schizophrenie. Das Gericht erklärte ihn deshalb für die vorsätzliche Tötung seines Bruders für schuldunfähig und ordnete anstelle einer Haftstrafe die stationäre Massnahme an. Dagegen wehrte er sich vergeblich bis vor Bundesgericht. 

Flüchtiger Karl J. gefasst

Polizeisprecher Pfister: "Wir haben ihn nahe der Autobahn angehalten und auf den Polizeiposten gebracht"

(mwa)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1