Villigen
Beim Martinitreff hiess das Motto Vernetzung

Beim Martinitreff von KMU Region Brugg nahmen Persönlichkeiten teil wie Roland Brogli, Barbara artmann, Ulrich Giezendanner oder Hans Killer.

Louis Probst
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«Vernetzung ist das Thema des Martinitreffs», betonte Paul Stalder, der Spiritus Rector von KMU Region Brugg. «Politik und Wirtschaft – vernetzt vorwärts!» hiess denn auch das Motto dieses zweiten Martinitreffs von KMU Region Brugg, bei dem in der Trotte Villigen Unternehmerinnen und Unternehmer, Politikerinnen und Politiker – unter ihnen Regierungsrat Roland Brogli und die Nationalräte Hans Killer und Ueli Giezendanner – eifrig an diesem Netzwerk woben. «Man muss sich als Unternehmerin oder Unternehmer bewusst sein, dass man, gerade in schwierigen Zeiten auf die Kunden – und dabei eben auch die öffentliche Hand und die Kommunen – zugehen muss, um Aufträge zu erhalten», gab Paul Stalder zu bedenken.

«Miteinander, nicht gegeneinander»

«‹Politik und Wirtschaft vernetzt vorwärts!›, passt gut», stellte Regierungsrat Roland Brogli fest. «Es ist mir ein grosses Anliegen, dass Politik und Wirtschaft nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten. Wir haben uns ja grundsätzlich auf die Marktwirtschaft als Grundlage für eine prosperierende Gesellschaft geeinigt. Wir wollen ja nicht den Sozialismus einführen.»

Der Finanzdirektor unterstrich auch die Bedeutung eines ausgeglichenen Haushaltes. «Das», sagte er, «ist die Grundlage dafür, dass die Menschen und die Unternehmen vorankommen, dass sie ihre Steuern nicht für den Abbau von Schulden bezahlen müssen.»

Er versicherte aber auch: «Ich setze mich für die steuerliche Entlastung ein. Die Regierung hat eine neue Steuervorlage ausgearbeitet, die vor allem den Mittelstand entlastet. Die Einführung ist für 2013 vorgesehen. Die Regierung setzt damit ihre Steuerpolitik konsequent fort.»

Roland Brogli gab auch zu bedenken: «Auch die Wirtschaft trägt eine gesellschaftliche Verantwortung. Eine rein egozentrische Sicht hat keinen Erfolg.

Sie führt die Wirtschaft in eine Sackgasse. Wir befinden uns in einer vernetzten Welt und sind stets stärker voneinander abhängig. Die soziale Verantwortung der Unternehmer hat in der Schweiz eine lange Tradition.

Man darf feststellen, dass diese Tradition gepflegt wird, vor allem von den kleineren und mittleren Unternehmungen.» Der Finanzdirektor stellte zudem fest: «Wenn die Wirtschaft ihre Verantwortung wahrnimmt, ist das der beste Garant dafür, dass der Ruf nach einem starken Staat nicht immer lauter wird.»

In einem Podiumsgespräch nahmen Barbara Artmann (CEO Künzli – Swiss Schuh AG), Regierungsrat Brogli und die Nationalräte Ulrich Giezendanner und Hans Killer Stellung zu verschiedenen Themen, bevor – bei einem Apéro riche – weiter an den Netzwerken gewoben wurde.