Brugg

Beim Brugger Hofstattfestival bleibt es nicht bei einem Mal

Müslüm hatte das Publikum am ersten Hofstattfestival fest im Griff.

Müslüm hatte das Publikum am ersten Hofstattfestival fest im Griff.

Das erste Hofstattfestival mitten in Brugg hat überzeugt mit viel Charme. Der Anlass soll künftig alle zwei Jahre stattfinden.

Er hat ein anstrengendes Wochenende hinter sich, Hanspeter Stamm, der OK-Präsident des ersten Brugger Hofstattfestivals. Aber er ist rundum zufrieden: «Es war einfach super, ein extrem schöner Anlass mit vielen glücklichen Gesichtern.»

Das Hofstattfestival habe überzeugt mit seinem ganz eigenen Charme mitten in der Stadt. Die Atmosphäre sei entspannt gewesen, zu Pannen oder Zwischenfällen sei es nicht gekommen, fährt Stamm fort. Das Publikum wie auch die Künstler hätten sich willkommen und gut aufgehoben gefühlt, die Helfer hätten sich mit viel Herzblut – und ehrenamtlich wohlverstanden – eingesetzt. «Unsere Erwartungen wurden erfüllt. Das Konzept hat reibungslos und wunschgemäss funktioniert, die Infrastruktur hat sich bewährt», fasst der OK-Präsident zusammen. Auch das Wetter habe erfreulicherweise mitgespielt. «Die Bedingungen waren optimal. Besser hätte es nicht sein können.»

Müslüm einer der Höhepunkte

Sowohl am Freitag wie am Samstag habe eine angenehme und ausgelassene Stimmung geherrscht, blickt Stamm zurück. Eine grosse Überraschung sei der Auftritt von Müslüm gewesen. Der Musiker habe es verstanden, auf unvergleichliche Art und Weise auf die Besucher einzugehen und diese zu begeistern. Viel Lob, so zeigten laut dem OK-Präsidenten die Reaktionen, gab es ebenfalls für das kulinarische Angebot. «Die Küche zauberte ein super Menü auf die Teller.» Gute Erfahrungen machten die Organisatoren überdies mit dem Mehrweggeschirr. Abfall sei nur wenig angefallen.

Durch den gemeinsamen Anlass sind gemäss dem OK-Präsidenten – als schöner Nebeneffekt – die vier beteiligten Brugger Kulturhäuser etwas enger zusammengerückt: Salzhaus, Odeon, Dampfschiff und Piccadilly.

Vielleicht nur noch drei Bands

Mit rund 250 Besuchern am Freitag sowie rund 450 am Samstag bewegten sich die Zahlen im erwarteten Rahmen. Natürlich, ergänzt der OK-Präsident, wären noch ein paar Zuschauer mehr möglich gewesen. Für das OK gelte es in den nächsten Tagen und Wochen, die Abrechnung zu erstellen. Ziel sei es, kein Minus zu machen. Ein allfälliger Gewinn, fügt Stamm an, könnte als Startkapital für das nächste Hofstattfestival Verwendung finden. Denn alternierend zu den Literaturtagen soll der Anlass alle zwei Jahre stattfinden.

Grosse Veränderungen braucht es laut Stamm nicht. Dieses und jenes könne aber sicher optimiert werden. Vielleicht, nennt er ein Beispiel, mache es in Zukunft Sinn, statt vier Bands pro Abend nur noch deren drei zu verpflichten. Dann könnte der Anlass etwas später beginnen. Denn ein grosser Teil der Besucher treffe relativ spät – erst deutlich nach 20 Uhr – ein.

Vorerst ist es allerdings zu früh für konkrete Überlegungen. Die Planung für das nächste Hofstattfestival beginnt im Frühling 2016.

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