Nach der Begrüssung der Anwesenden Aktionäre äusserte sich Hans-Rudolf Wyss, Verwaltungsratspräsident der Bad Schinznach AG, auch zur geplanten Fusion der Gemeinden Brugg und Schinznach-Bad. Der Zusammenschluss sollte nicht auf grosse Hindernisse stossen, zeigte sich der Brugger Unternehmer überzeugt. Durch das Badangebot in Schinznach-Bad werde die Attraktivität von Brugg nochmals weiter ansteigen können.

Gelassen zeigte sich Wyss gegenüber dem vom Stararchitekten Mario Botta entworfenen neuen Botta-Bad in der Stadt Baden, für das nun die Baugenehmigung vorliegt. Ob das neue Bad wirklich in Konkurrenz zum Bad Schinznach treten werde, sei offen. Die beiden Bäder würden sich in ihrer Ausrichtung deutlich unterscheiden. Während in Bad Schinznach vor allem die Naturnähe mit dem Park im Vordergrund steht, handle es sich beim Botta-Bad um ein städtisches Bad. Durch eine aktive Kundenpflege mit einem guten Service sollte sich der Rückgang der Gäste nach Schätzungen von Wyss auf maximal 10 bis 15 Prozent belaufen.

Nach diesen Ausführungen orientierte Hans-Rudolf Wyss über das erfolgreiche Geschäftsjahr 2015 der Bad Schinznach AG. Eine erfreuliche Zunahme verzeichnete die Privatklinik im Park, die von der Erhöhung der Zimmerzahl mit einem deutlichen Plus der Pflegetage profitieren konnte. Weiterhin rückläufig war die Zahl der Übernachtungen im Kurhotel im Park. Allerdings war die Bettenauslastung mit knapp 60% deutlich besser als der bei 41,7% liegende landesweite Durchschnitt.

Im Bäderbereich schlug sich die Schliessung des Aquarenas in den Sommermonaten Juni bis August mit einem Besucherminus von 46 000 deutlich nieder. Bereits vor der Schliessung gingen die Besucherzahlen im Berichtsjahr zurück: Nach der Wiedereröffnung stiegen sie wieder an. Im Gesamtjahr sei es gelungen, die durch die Schliessung verursachten Besucherrückgänge etwas abzufedern. «Das neu renovierte Bad ist von den Gästen sehr positiv angenommen worden», berichtet der VR-Präsident.

Daniel Bieri, CEO der Bad Schinznach-Gruppe, fand nur positive Worte für das Jahr 2015. «Alle Hauptzielsetzungen haben wir erreicht. 2015 ist ein speziell gutes Jahr für die Gesellschaft gewesen», sagte Bieri und dankte insbesondere den Mitarbeitenden des Unternehmens, welche das gute Ergebnis erst möglich gemacht hätten. Neue Projekte gibt es bereits. Hierzu gehöre die aktuell laufende Sanierung der Hotelhalle, die bis Mitte Juli 2016 abgeschlossen werde. Zudem sollen die weiteren Anlagen wie das ehemalige Habsburggebäude und der Therapiebereich im Rundbau im Bad Schinznach saniert werden. Mit den ersten Bauarbeiten soll zum Jahresauftakt 2017 gestartet werden.

Für das laufende Jahr kündigte Daniel Bieri eine weitere Verbesserung der Ergebnisse an. Der Jahresauftakt war von einem im Vergleich zum Vorjahr ansehnlichen Anstieg der Umsätze um rund 0.6 Mio. Franken auf 22,15 Mio. Franken bis Ende Mai gekennzeichnet. Selbst im Hotelgeschäft ist es gelungen, den Abwärtstrend zu stoppen. (az)