Brugg Region

Bei Katastrophen und Notlagen ist eine Organisation zur Stelle

Vorgesehen sind gemeinsame Übungen der Partnerorganisationen.az-Archiv/Marcel Siegrist

Vorgesehen sind gemeinsame Übungen der Partnerorganisationen.az-Archiv/Marcel Siegrist

Niemand wünscht sich ein Hochwasser oder eine Pandemie. Sollte es trotzdem einmal zu einer Katastrophe oder einer Notlage kommen, ist der Bevölkerungsschutz Brugg Region zur Stelle. Die Organisation ist gestartet und einsatzbereit.

Auf den Mittwochabend war im Rathaussaal in Brugg die erste Versammlung der Regionalen Bevölkerungsschutzkommission Brugg Region anberaumt. Daniel Moser, Brugg, sprach als Präsident des Lenkungsausschusses von einer gut vorbereiteten und jederzeit einsatzbereiten Organisation – einer gefreuten Sache für die Zukunft.

Im Zeichen der Zusammenführung

Gemäss dem frisch gewählten Chef des Regionalen Führungsorgans (RFO), Marcel Biland aus Brugg, ist es das Ziel, intensiv mit den Partnern zusammenzuarbeiten und auch gemeinsame Übungen durchzuführen – so mit den Blaulichtorganisationen Polizei, Feuerwehr und Gesundheitswesen –, um einander besser kennenzulernen.

Eine der fünf Partnerorganisationen im «Verbundsystem Bevölkerungsschutz» ist der Zivilschutz. Robert M. Stöckli, der Kommandant der Zivilschutzorganisation (ZSO) Brugg Region, wies auf das Einsatzgebiet hin. Die vier – bestehenden – Schutzanlagen befinden sich in Brugg, Lupfig, Schinznach und Villigen; weitere inaktive Anlagen in Riniken, Villnachern und Windisch. «Besser geht es nicht», stellte Stöckli fest. «Das Gebiet ist sehr gut abgedeckt und wir sind in der Region verankert.»

Das Jahr 2014 stehe im Zeichen der Zusammenführung, fuhr der Kommandant fort. Nach dem Kennenlernen gelte es, die Planungen für die Zukunft an die Hand zu nehmen, denn: «Wir haben einen Auftrag.» Stöckli räumte ein, dass nicht alles von einem Tag auf den anderen umgesetzt werden könne. Sein Motto lautet: «Das Bisherige kritisch hinterfragen, an Bewährtem festhalten, wo notwendig Anpassungen vornehmen, neue Schritte wagen.»

Mitglieder gewählt

Ohne Gegenstimme gewählt hat die Versammlung überdies die Mitglieder des Lenkungsausschusses: Urs Wegmann, Schinznach (Vizepräsident); Max Gasser, Windisch; Siegfried Gribi, Birrhard; Reto Zäuner, Bözberg.

Zu keinen Diskussionen führten das Reglement «Funktionsentschädigung» sowie die Informationen zu Budget 2014 und Finanzplan 2014–2018. Für 2014 wird mit einem Pro-Kopf-Beitrag von Fr. 19.10 gerechnet.

Für 44 000 Menschen

Die vier Regionalen Führungsorgane (RFO) Brugg Nord, Eigenamt, Schenkenbergertal und Windisch haben sich per 1. Januar 2014 zur gemeinsamen RFO Brugg Region zusammengeschlossen. Bei Katastrophen und in Notlagen koordiniert das RFO die Einsätze der Partnerorganisationen.

Als eine der Partnerorganisationen betreut die Zivilschutzorganisation (ZSO) Brugg Region gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen und technischen Betrieben rund 44 000 Menschen auf einer Fläche von knapp 12 000 Hektaren in 20 Gemeinden. Die neue ZSO hat einen Mannschaftssollbestand von 477 Angehörigen des Zivilschutzes (AdZS).

Damit das in der Vergangenheit aufgebaute Wissen nicht verloren ging, wurde bei den Festanstellungen das bestehende Personal aus den bisherigen Organisationen übernommen.

Das vorhandene Material wurde in die neue ZSO Brugg Region eingebracht. Zuständig für den Bevölkerungsschutz ist die Regionale Bevölkerungsschutzkommission, in der sämtliche Gemeinden mit je einem Gemeinderatsmitglied vertreten sind. Die Geschäfte dieser Kommission werden – wegen der Grösse der Organisation – vom Lenkungsausschuss vorbereitet.

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