Der heutige Senior stellt sich so viele Fragen: Wo finde ich ein Pflegebett, einen Treppenlift, eine Fahrgelegenheit zur Therapie? Wer unterstützt mich bei der Gartenarbeit oder im Haushalt? Habe ich Anspruch auf Ergänzungsleistungen? Wer finanziert das Altersheim? – Aus bisher zwei ist jetzt unter dem Namen «Koordinationsstelle Alter Region Brugg» eine einzige, zentrale Informationsstelle geschaffen worden. Geführt wird sie von Dorothée Birchmeier in einem 50-Prozent-Pensum. Unterstützt wird die Leiterin von Barbara Casanova, die in einem 10-Prozent-Pensum tätig ist.

Für Dorothée Birchmeier liegen die Vorteile der angepassten Strukturen auf der Hand: «Die Seniorinnen und Senioren haben nur noch eine Ansprechperson. Sie werden kompetent beraten und es entsteht ein direkter, persönlicher Kontakt.» Überdies sei die Anlaufstelle gut telefonisch erreichbar und es könnten Synergien mit der Pro Senectute Beratungsstelle Bezirk Brugg genutzt werden. Denn die Pro Senectute stellt das ausgebildete Fachpersonal sowie die Räumlichkeiten zur Verfügung.

Doppelspurigkeiten sind vorbei

Anders gesagt: Das Netzwerk zwischen allen Institutionen und Organisationen, die in der Stadt und in der Region im Altersbereich tätig sind, wird enger, stellt Dorothée Birchmeier fest. Die Zusammenarbeit werde optimiert, der Informationsfluss vereinfacht. Doppelspurigkeiten könnten vermieden werden. Dorothée Birchmeier nennt Beispiele: Die Daten für die Statistiken können künftig einmalig erfasst werden, der Jahresbericht wird nur noch einmal verfasst und die Jahressitzung mit den Ressortverantwortlichen kann ebenfalls nur noch einmal abgehalten werden. Durch den einheitlichen Auftritt in der Öffentlichkeit sei überdies die Wahrnehmung besser, ist Dorothée Birchmeier überzeugt.

Nicht zuletzt sei es möglich, gemeinsame Veranstaltungen, Kurse und Aktivitäten zu planen und durchzuführen. Für die Entwicklungs- und Projektarbeit entstehe ein grösserer Ideenpool mit mehr Mitwirkenden bei der Umsetzung, sagt die Leiterin. «Die Aufgaben können auf mehrere Schultern verteilt werden.»

Broschüre liegt druckfrisch vor

Als sehr erfreulich bezeichnet Dorothée Birchmeier den schon heute intensiven Kontakt mit dem Seniorenrat Stadt Brugg sowie dem forum 60plus in Windisch. «Die beiden Seniorenorganistionen erfreuen sich grosser Beliebtheit und bieten und leisten sehr viel für die Seniorinnen und Senioren in der Region Brugg.» Daran soll sich nichts ändern.

Im Layout leicht angepasst werden das Seniorenfenster der Stadt Brugg sowie der bewährte Veranstaltungskalender. Letzterer wird für die Stadt sowie die Region Brugg zweifarbig weitergeführt. «Dies vereinfacht die Übersicht über die vielen Veranstaltungen», so Dorothée Birchmeier. «Die Nachfrage nach dem Veranstaltungskalender ist nach wie vor sehr gross.» Angeschafft werden daneben eigene Couverts, um die Marke «Koordinationsstelle Alter Region Brugg» in der Bevölkerung zu verankern.

Ein grosses Anliegen war es den beteiligten Gemeinden, sofort eine Neuauflage der vergriffenen Broschüre «Gut informiert im Alter . . .» zu realisieren. Unbürokratisch und schnell sei die Überarbeitung an die Hand genommen worden. «Die intensivste Tätigkeit war die Bereinigung und Erweiterung der Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Homepages der aufgeführten Institutionen und Organisationen», fasst Dorothée Birchmeier zusammen. Durch den flexiblen Arbeitseinsatz sei die Broschüre bereits Ende April in Druck gegangen. «Deshalb kann die zweite Auflage bereits präsentiert werden. Man kann sagen, sie ist rundum ein gelungenes Werk, das durch markante und schöne Fotos ergänzt wurde. Sie wird vielen Personen im Alter ab 60 eine gute, aussagekräftige und übersichtliche Informationsquelle sein.» Die Broschüre wird an die Senioren verteilt und kann auch auf der Koordinationsstelle Alter Region Brugg abgeholt oder bestellt werden.

Aus zwei mach ein

Rückblick: Anfang 2011 führte die Pro Senectute Aargau die Koordinationsstelle der Stadt Brugg nach einer zweijährigen Pilotphase definitiv ein. Mitte 2011 startete die Region – mit den Gemeinden Birr, Birrhard, Habsburg, Hausen, Lupfig, Mülligen, Scherz und Windisch – mit der Projektphase der Koordinationsstelle Alter Region Brugg, ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Pro Senectute Aargau.

Schliesslich reifte der Entschluss, die beiden Koordinationsstellen zusammenzuschliessen. Die
Verhandlungen wurden aufgenommen und Ende des letzten Jahres konnte der Leistungsvertrag zwischen den Gemeinden, der Stadt Brugg sowie der Pro Senectute Aargau unterschrieben werden.

Koordinationsstelle Alter Region Brugg, c/o Pro Senectute Beratungsstelle Bezirk Brugg, Bahnhofstrasse 5, 5200 Brugg, Telefon 056 441 48 48, alter@brugg.ch.