Brugg
Bei der Seniorenweihnacht steht die Freude im Zentrum

155 Gäste haben an der Seniorenweihnacht in der Turnhalle Au-Lauffohr gemütlich zusammen gefeiert.

Irene Hung-König
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Seniorenweihnacht Die Stadt Brugg feiert mit Senioren Weihnachten. Die Kinder singen Weihnachtslieder.
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Seniorenweihnacht Brugg
Seniorenweihnacht Die Stadt Brugg feiert mit Senioren Weihnachten. Die Senioren geniessen den Nachmittag in der Turnhalle.
Seniorenweihnacht Die Stadt Brugg feiert mit Senioren Weihnachten. Margrit Eichler bedankt sich bei Ehepaar Christen, das während 25 Jahren das Catering für die Seniorenweihnacht ausführte.

Seniorenweihnacht Die Stadt Brugg feiert mit Senioren Weihnachten. Die Kinder singen Weihnachtslieder.

Irene Hung-König

Es war die 88. Seniorenweihnacht, zu der die Reformierte und Katholische Kirchgemeinde sowie der Stadtrat Brugg nach Lauffohr eingeladen hatten. Die rund 155 Gäste machten es sich an den weihnachtlich dekorierten Tischen gemütlich. Das Zvieri, bestehend aus einem gluschtigen Zopfknöpfli mit Butter und Konfitüre, stand bereits auf den Tischen – Kaffee und Tee wurden nach den gesungenen Weihnachtsliedern der Mittelstufenschüler und diversen Reden ausgeschenkt.

Organisatorin Margrit Eichler erwähnte die Zahl 88, die für die Chinesen eine doppelte Glückszahl darstelle. 16 Jahre lang organisiert die reformierte Kirchenpflegerin diesen Anlass für die Senioren ab 75 nun schon. Für ihr Engagement erhielt sie von Stadtrat Reto Wettstein einen Hergiswiler Glasteller.

Ruedi Thommen, 79 «Die Begegnungen mit der Familie und Freunden, gefallen mir. Die Kinder wohnen nicht in Brugg, umso schöner ist es an Weihnachten, mit ihnen zusammen zu sein. Ich wünsche mir, gesund zu bleiben und das gute Umfeld mit Freunden und Nachbarn pflegen zu können.»
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Elsbeth Lardon, 76 «An Weihnachten gefällt mir die Freude, das Vertrauen und dass wir es innerhalb der Familie gemütlich haben. Mein Mann ist gestorben, seither sind die Feiern anders. Ich unterstütze auch verschiedene Hilfswerke. Persönlich wünsche ich mir vor allem Gesundheit.»
Klaus Niederau, 78 «Ich war früher als Korrespondent für ‹Die Welt› tätig und viel unterwegs. An Weihnachten schätze ich das Zusammensein mit der Familie und Veranstaltungen wie diese zur Kontaktpflege. Was ich mir in diesem Alter wünschen kann, ist Gesundheit. Ich bin zufrieden.»
Walter Beer, 77 «Es sind die religiösen Festtage, die ich, seit ich zweijährig bin, mitmache. Man denkt an die Menschheit und dass es schon vor Tausenden von Jahren keinen Frieden gab. Mich freut, dass sich die Familie trifft. Ein Weihnachtsbaum und eine nette, romantische Dekoration müssen unbedingt sein.»
Rolf Keil, 79 «Weihnachten bedeutet für mich: Zusammensein mit der Familie, die Geburt von Jesu Christi und was damit zusammenhängt. Ich wünsche mir Gesundheit, Zufriedenheit, Frieden und schöne, gemeinsame Tage.»

Ruedi Thommen, 79 «Die Begegnungen mit der Familie und Freunden, gefallen mir. Die Kinder wohnen nicht in Brugg, umso schöner ist es an Weihnachten, mit ihnen zusammen zu sein. Ich wünsche mir, gesund zu bleiben und das gute Umfeld mit Freunden und Nachbarn pflegen zu können.»

Irene Hung-König

Ein Strohhalm als Symbol

Als weiteres Geschenk für die Senioren kündigte Wettstein Stadtammann Daniel Moser an. «Ich habe zwar kein Mäscheli um und der eine oder andere wird denken, das war ein schönes Geschenk die letzten acht Jahre», meinte Moser selbstironisch. Er betonte, dass es ihm wichtig gewesen war, Freude wieder zu bringen.

Antoine de Saint-Exupéry’s Zitat «Die wahre Freude ist die Freude am andern» liess den Stadtammann zur Freude an der Begegnung und zum Austausch mit andern überleiten. Er wünschte allen eine frohe Weihnachtszeit und gute Gesundheit. Simon Meier, Pastoralraumleiter in Brugg und Windisch, hatte einen Strohhalm mitgebracht. Dieser könne als Symbol für unsere Welt angeschaut werden. «Der Strohhalm kann kratzen, scharfkantig sein», erklärte er.

Die Geschichte aus Mexiko, die Meier vorlas, handelte von einem Hirten, der einen Strohhalm aus der Krippe mit dem Jesuskind mitnahm. Die anderen Hirten lachten, verspotteten ihn, dass ein Strohhalm doch nichts wert sei. «Er ist ein Zeichen. Dadurch werde ich mich an die Begegnung mit dem Kind erinnern», erwiderte der Hirt. «Ein Strohhalm kann geknickt, aber nicht gebrochen werden», zeigte Simon Meier nach seinem Versuch. Eine aufmunternde Bemerkung oder ein Lächeln könnten einen geknickten Strohhalm wieder aufrichten, meinte er.

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