Brugg

Bei der Salzhus Usstellig ist Markus Schmid seit Beginn dabei – er sagt, was dieses Jahr geboten wird

Mit der Salzhus Usstellig könnten sich die Gewerbetreibenden ausserhalb ihres angestammten Platzes präsentieren und auch neue Kunden erreichen, sagt Markus Schmid, hier am Standort Brugg des Citroën-Centers Erne & Kalt AG. mhu

Mit der Salzhus Usstellig könnten sich die Gewerbetreibenden ausserhalb ihres angestammten Platzes präsentieren und auch neue Kunden erreichen, sagt Markus Schmid, hier am Standort Brugg des Citroën-Centers Erne & Kalt AG. mhu

12 Aussteller präsentieren sich an der Salzhus Usstellig Brugg. Markus Schmid ist ein Mitwirkender erster Stunde – und überzeugt, dass es die Ausstellung auch heute noch braucht.

Markus Schmid ist ein gefragter Mann an diesem Nachmittag. Der Betriebsleiter Brugg des Citroën-Centers Erne & Kalt AG hat just zum vereinbarten Interviewtermin ein Paar im Geschäft, das sich für ein neues Auto interessiert. Nach dem Beratungsgespräch entschuldigt er sich für die Verspätung, setzt sich an den Bürotisch im hinteren Bereich und gibt ruhig und überlegt Auskunft zur bevorstehenden Salzhus Usstellig Brugg. Zweimal muss Schmid das Gespräch kurz unterbrechen, weil Kunden warten. «Vielen Dank, das war ein super Service», ruft ihm ein älterer Mann zu, der sein Auto abholen kann.

Herr Schmid, bei der Salzhus Usstellig Brugg gehören Sie zu den Mitwirkenden der ersten Stunde. Was ist diesmal zu erwarten?

Markus Schmid: Man kann zusammenfassend sagen: Es ist eine kleine Gewerbeausstellung in einem gediegenen Rahmen. Das Salzhaus ist eine spezielle Lokalität, verfügt über ein gemütliches Ambiente. Hier kann man gut verweilen.

Was sticht heraus dieses Jahr?

Das Grundgerüst hat sich bewährt und wird beibehalten. Die Salzhus Usstellig ist mittlerweile bekannt und beliebt. Präsentieren werden sich zwölf Aussteller aus zwölf unterschiedlichen Branchen, alles KMU, alle aus der Region Brugg und Umgebung. Darunter sind auch alteingesessene Firmen. Von der Anzahl und von der Auswahl her sind wir gut aufgestellt. Alle versuchen natürlich, ihre Neuheiten zu zeigen. Bei uns ist es beispielsweise der Citroën C3 Aircross.

Im digitalen Zeitalter mit Internet und Online-Handel: Brauchen Sie als Gewerbetreibender eine solche Plattform überhaupt noch?

Mit dieser Ausstellung zeigen wir ausserhalb unseres angestammten Platzes, wer wir sind. Wir wollen ja nicht nur etwas verkaufen und damit ist die Sache erledigt. Wir wollen die Beziehung zum Kunden pflegen. Online ist halt einfach unpersönlich.

Darum schätzen also die Besucher die Salzhus Usstellig?

Man hat Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Es ist nicht wie anderswo an grossen Gewerbeausstellungen, an denen die Besucher in Spitzenzeiten fast schon an den Ausstellern vorbeigestossen werden. Hier kann man sich informieren und beraten lassen. Dafür sind wir anwesend. Wir selber führen ein Citroën-Beizli, damit sich die Leute verpflegen können.

Und Sie als Aussteller schätzen also den Austausch?

Es ist eine Win-win-Situation. Die Besucher können sich einen Überblick verschaffen, wir Aussteller können für einmal auch neue Kunden aus einem anderen Segment ansprechen. Ziel ist es natürlich ebenfalls, Kontakte zu knüpfen – und allenfalls für später einen Termin zu vereinbaren.

Lohnt sich die Teilnahme für Sie als Aussteller?

Der unmittelbare Erfolg ist zwar schwierig messbar, Rückmeldungen kommen oft erst später. Aber es ist sicher eine gute Plattform. Kommt hinzu, dass die Strukturen der Salzhus Usstellig bewusst einfach gehalten sind. Dadurch können wir die Kosten relativ tief halten.

Auf Ihren Umsatz hat die Salzhus Usstellig keinen direkten Einfluss?

Der Gedanke ist natürlich schon auch, dass wir das Weihnachtsgeschäft etwas ankurbeln können. Lanciert haben wir die Salzhus Usstellig im 2000, sie findet immer in denjenigen Jahren statt, in denen keine Gewerbeausstellung Expo Brugg-Windisch durchgeführt wird.

Am Freitagabend ist die Eröffnung. Was bleibt zu tun?

Am Dienstag haben wir das Salzhaus übernommen. Dann wird dekoriert und jeder Aussteller kann seinen Stand aufbauen, einrichten und gestalten. Bei der Planung und Durchführung verfügen wir inzwischen über viel Erfahrung. Jeder kennt die Aufgaben, für die er verantwortlich ist.

Wie viele Besucher werden erwartet?

Eine Prognose abzugeben ist schwierig. Am besten läuft erfahrungsgemäss der Sonntag. Unterschiedlich ist es am Freitag und Samstag. Viele haben dann sonst einiges zu erledigen, der Eine oder Andere landet am Schluss aber doch bei uns im Salzhaus.

Die Besucher kommen aus der ganzen Umgebung. Von Auswärtigen war in der Vergangenheit dann und wann zu hören, dass die Ausstellung im Salzhaus nicht ganz einfach zu finden sei. Wie machen Sie auf sich aufmerksam?

Wir verteilen Flyer, schalten Inserate in Zeitungen, sind in den sozialen Medien präsent. Beim «Roten Haus» platzieren wir überdies ein beschriftetes Auto und auf den Neumarktplatz stellen wir erstmals einen Leiterwagen, der mit beschrifteten Säcken beladen ist. Wir wollen versuchen, auch die Leute dort abzuholen.

Parallel findet die zweite Brugger HobbyArt statt. Wie waren die Erfahrungen beim letzten Mal?

Die Brugger HobbyArt hat auf Anhieb Anklang gefunden, die Künstler zeigten grosses Interesse, ihre Werke zu präsentieren. Und die Salzhus Usstellig konnte dadurch noch einen zusätzlichen Besucherschub verzeichnen.

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