Brugg-Windisch

Bei der Planung hat die Bevölkerung ein Wörtchen mitzureden

Ein räumliches Entwicklungsleitbild bildet den ersten Schritt zurGesamtrevision der Nutzungsplanung. az-archiv/rei

Ein räumliches Entwicklungsleitbild bildet den ersten Schritt zurGesamtrevision der Nutzungsplanung. az-archiv/rei

Die Gemeinden Brugg und Windisch wollen für eine zukunftsweisende, nachhaltige Entwicklung sorgen. In einem nächsten Schritt sind die Ideen und Meinungen der Bevölkerung gefragt.

Bei der laufenden Ortsplanungsrevision unter dem Titel «Raum Brugg Windisch» sind wichtige Pflöcke eingeschlagen worden. Mit einem öffentlichen Forum wurden im Februar dieses Jahres die Tätigkeiten am gemeinsamen räumlichen Entwicklungsleitbild (RELB) von Brugg und Windisch aufgenommen.

Jetzt hat zum ersten Mal die Echogruppe getagt. Will heissen: Die formulierten Ziele und gesammelten Thesen sind von Vertretern der Politik, der Wirtschaft sowie den verschiedenen Interessengruppen diskutiert und ergänzt worden.

Alles muss auf den Tisch kommen

An einer Presseorientierung ist am Montag auf den aktuellen Stand der Arbeiten eingegangen worden. Red und Antwort standen: Daniel Moser, Stadtammann Brugg; Heinz Wipfli, Vizeammann Windisch; Stefan Zinniker, Abteilung Planung und Bau Brugg; Kurt Schneider, Abteilung Planung und Bau Windisch.

Daniel Moser und Heinz Wipfli betonten, dass noch keine konkreten Massnahmen festgelegt wurden. «Wir befinden uns erst am Anfang des Prozesses.»

Aber: Weil in diesem Jahr die Grundsätze und Stossrichtungen definiert, die Grundlagen erarbeitet würden, sei es von grosser Bedeutung, dass sich die Bevölkerung einbringe. «Es braucht die breite Öffentlichkeit. Das ganze Spektrum von Ideen, Wünschen, Erfahrungen und Visionen muss auf den Tisch kommen.»

Der bisherigen Tätigkeiten bezeichneten Moser und Wipfli als wertvoll und bereichernd. Gemäss Terminplan soll das räumliche Entwicklungsleitbild Ende 2014 von Stadt- und Gemeinderat beschlossen werden.

Die Echogruppe, das Bindeglied zwischen Bevölkerung und Fachplanern, hat an ihrem Treffen festgestellt, dass die Umsetzung nur gelingen kann, wenn die Stadt Brugg und die Gemeinde Windisch intensiv zusammenarbeiten.

Es müsse eine gemeinsame Identität entwickelt werden. Und: «Gestärkt werden soll die ideelle Einheit unter anderem auch mit guten Verbindungen für den Rad- und Fussverkehr», wird ausgeführt.

Die Sicht der Echogruppe

Laut Echogruppe soll eine Verdichtung in Zentrumsnähe gefördert werden. «Nicht grössere Wohnungen sind das Ziel, sondern mehr Einwohnerinnen und Einwohner.» Der Raum Brugg Windisch müsse überdies lebendige Quartierzentren mit einem vielfältigen Angebot an kleineren und grösseren Geschäften für die Nahversorgung schaffen.

Für den Verkehr sieht die Echogruppe «gut gestaltete, betrieblich optimierte und funktionsgerechte Strassenräume» vor. Es gelte, «mit einem Verkehrsmanagement die Wohnquartiere sowie die Zentren vor den Auswirkungen des Verkehrs zu schützen, beispielsweise durch verkehrsberuhigende Massnahmen (unter anderem Tempo 30) in den Quartieren.»

Zentral seien nicht zuletzt die nachhaltige Energienutzung sowie der Schutz der verschiedenartigen naturnahen Gebiete. Als wichtig erachtet es die Echogruppe, dass aktuelle Inventare zu Natur und Landschaft erstellt werden.

Die Bevölkerung ist am 21. September ins Sportzentrum Mülimatt eingeladen, um die Thesen zu diskutieren.

Infos auf www.raumbruggwindisch.ch.

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