Brugg

Bei der Para-Schwimm-Meisterschaft geht es um mehr als nur Medaillen

Austragungsort Hallenbad Brugg: Willi Däpp (l.) und Harry Süss vom Organisationskomitee.

Austragungsort Hallenbad Brugg: Willi Däpp (l.) und Harry Süss vom Organisationskomitee.

Menschen mit Handicap messen sich in Brugg an Wettkämpfen von kantonaler und schweizerischer Bedeutung.

Es ist eine Premiere: Erstmals findet die Schweizer Meisterschaft Para-Swimming im Aargau statt, erstmals am gleichen Tag und am gleichen Ort wie die Aargauer Schwimm-Meisterschaft für Behinderte. Ausgetragen werden die Wettkämpfe am Samstag, 11. Januar, im Hallenbad Brugg.

Für Menschen mit einem Handicap – kognitiv oder körperlich – sei ein solcher Anlass wichtig, um sich messen zu können, sagen Willi Däpp, Brugger SP-Stadtrat und OK-Präsident, sowie Harry Süss, Präsident Behindertensport Region Brugg.

Im Vordergrund stehe aber nicht nur der sportliche Charakter, fügen sie an, auch wenn durchaus Schwimmer darunter seien mit Ambitionen und auch wenn die Vergabe der Medaillen eine grosse Bedeutung habe. Das Gesellige sei genauso wichtig. Zuschauer seien ebenfalls willkommen.

Diese könnten die einmalige Stimmung erleben, die Begeisterung und Freude der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, halten Däpp und Süss übereinstimmend fest. «Wir möchten auch nach aussen zeigen, was im Behindertensport passiert, was geboten wird.»

Ein Punktesystem macht Leistungen vergleichbar

An der Schweizer Meisterschaft Para-Swimming am Vormittag ab 10.15 Uhr sind – eingeteilt in Startklassen – Schwimmerinnen und Schwimmer mit Körperbehinderung, mit Sehbehinderung oder mit geistiger Beeinträchtigung vertreten.

Sie schwimmen über Distanzen von 50, 100 oder 400 Meter: Freistil, Brust und Rücken. Für die Rangliste werden die geschwommenen Zeiten übrigens in Punkte umgerechnet. Gemäss Harry Süss handelt es sich um ein anerkanntes System, damit die Leistungen – bei den unterschiedlichen Beeinträchtigungen – verglichen werden können.

Zur Aargauer Schwimm- Meisterschaft für Behinderte werden am Nachmittag ab 13.30 Uhr rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet, die den Wettkampf ebenfalls in unterschiedlichen Kategorien und Disziplinen bestreiten. Geschwommen wird über 25 oder 50 Meter, Brust oder Freispiel. Weiter durchgeführt werden Staffelwettkämpfe über 4 mal 25 Meter sowie 4 mal 50 Meter.

Rund 25 Helferinnen und Helfer stehen im Einsatz

Für die Vorbereitung verantwortlich zeichnet ein neunköpfiges OK mit Vertretern von: Stadt Brugg, Behindertensport Region Brugg, PluSport Behindertensport Schweiz, PluSport Behindertensport Aargau sowie SLRG Sektion Baden-Brugg. Ohne die tatkräftige Unterstützung der erfahrenen Rettungsschwimmer und den Einsatz der rund 25 Helferinnen und Helfer – auch bei der Zeitmessung – wäre der Anlass nicht durchführbar, betonen Willi Däpp und Harry Süss. «Sie leisten eine hervorragende, für uns enorm wichtige Arbeit. Darüber sind wir sehr froh.»

Die Aargauer Schwimm- Meisterschaft für Behinderte ist ein Breitensportanlass, der mittlerweile zum 32. Mal stattfindet. Organisiert wird er im Turnus von einem der kantonalen Behindertensportvereine. Harry Süss ist seit 2014 Präsident von Behindertensport Region Brugg. Der 1974 gegründete Verein zählt aktuell 109 Aktivmitglieder und bietet ein vielfältiges Programm an: Polysport, Schwimmen und Wassergymnastik, Unihockey oder Fussball. Die Sportlerinnen und Sportler nehmen regelmässig an Wettkämpfen und Turnieren teil.

Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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