Linn

Bei der Linner Linde nehmen die Fans Abschied vom «Bestatter»

Linn hat den «Bestatter» verabschiedet. Würdevoll – wie es sich gehört – aber ohne, dass grosse Trauer aufkommen musste; höchstens ein bisschen Wehmut.

In der fünften Staffel der Erfolgsserie «Der Bestatter» ist das idyllisch gelegene Linn mit seiner berühmten Linde zu einem prominenten Auftritt gekommen. Gleich zweimal war der Film-Tross für Dreharbeiten zu Gast.

Am Samstag hat das Schweizer Fernsehen SRF zusammen mit dem Verein ProLinn ein Abschiedsfest durchgeführt. Die «Bestatter»-Fans und die Dorfbevölkerung, lautete das Ziel, sollen sich an einem gemütlichen Nachmittag bei spannenden Gesprächen in einer schönen Landschaft begegnen und sich kennen lernen. Oder wie es Projektleiter Pascal Glaus von SRF sagte: «Wir wollen nur glückliche Gesichter sehen.»

Zahlreiche Bestatter-Fans kamen zum Abschiedsfest bei der Linner Linde

Zahlreiche Bestatter-Fans kamen zum Abschiedsfest bei der Linner Linde

Stalder ist der Publikumsliebling

Der Nebel verzog sich rechtzeitig, der Duft von Punsch und Würsten vom Grill lag in der Luft beim Parkplatz vor der geschichtsträchtigen Linde. Eingeladen zum Anlass worden war über die Social-Media-Kanäle Facebook und Twitter. Mit rund 150 Teilnehmern hatte Projektleiter Glaus gerechnet, am Schluss dürften es einige mehr gewesen sein, die nicht nur aus dem Aargau, sondern auch aus den Kantonen Bern, Zürich oder Thurgau anreisten. «Unsere Erwartungen wurden übertroffen», stellte Glaus mit einem Lachen fest. «Ich bin extrem zufrieden.»

Die Stimmung war locker, viele kannten sich und nutzten die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen mit Schauspieler – und Publikumsliebling – Reto Stalder, der in der Krimiserie in die Rolle von Fabio Testi schlüpft. Geduldig posierte dieser für Fotos und gab Autogramme – bis die letzte Karte weg war. Die Kinder bastelten sich derweil mit Schere und Leim ihren eigenen «Bestatter» Luc Conrad.

ProLinn stellte kurz die geschichtsträchtige Linner Linde und das Dorf vor. Dem sagenumwobenen Baum, sagte Vereinsvertreter Geri Hirt, gehe es trotz seinem Alter von schätzungsweise rund 800 Jahren relativ gut und er sei recht vital – und stets ein beliebtes Ausflugsziel.

Sechste Staffel? Entscheid offen

Das Schweizer Fernsehen wollte sich mit dem Anlass auch bei der Dorfbevölkerung bedanken für die angenehme Zusammenarbeit, übernahm einen grossen Teil der Organisation und der Kosten. Übrigens: Ob es eine sechste «Bestatter»-Staffel gebe, sagten die Vertreter von SRF, stehe derzeit noch nicht definitiv fest. Die Drehbuchautoren seien zwar bereits an der Arbeit, der endgültige Entscheid falle dann aber erst im Frühling.

Ursprünglich kam die Idee für den Abschiedsanlass von einer Followerin via Twitter, sagte Pascal Glaus. «Ich fand es eine super Idee und fing an zu organisieren.» Ein solcher sogenannter Social-Media-Event gehöre nicht zur Tagesordnung beim SRF, antwortete der Projektleiter auf die entsprechende Frage. Aber: «Wir wollen nun stärker darauf aufbauen und den Kontakt mit unseren Fans auch auf den Social-Media-Plattformen intensivieren», führte er aus. Linn sei jedenfalls ein perfekter Ort, schwärmte Glaus. Er zeigte sich überzeugt: Sowohl den Zuschauern als auch der Fernseh-Crew bleibe das Dorf in bester Erinnerung.

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