Argovia-Fäscht

Bei den Jungen ist das Beizli-Fäscht fest verankert

Das Argovia Fäscht ist zu einer Art Aargauer Traditionsveranstaltung geworden. Jahr für Jahr pilgern zehntausende Besucher aus allen Ecken des Kantons ins Birrfeld und treffen dort auf alte Bekannte.

Wie ein bezirksübergreifendes Jugendfest mutet das Beizlifäscht am Freitag an: eine Mischung aus Openair-Festival und Luna Park. Der Eintritt am Freitag war kostenlos. Am Samstag verlangten die Organisatoren dieses Jahr zum ersten Mal Eintritt: Zehn Franken für neun Konzerte.

Am Beizlifäscht am Freitag aber spielen keine Bands. Es sind die rund 80 Stände, die für Unterhaltung sorgen. Schiessen, Pfeil- und Ballwerfen, Fadenziehen, Autoscooter, Karussell oder «Hau den Lukas» - alles Dinge, die an einem Jahrmarkt nicht wegzudenken sind. Für Essen und Getränke stehen zahlreiche und vor allem vielfältige Essstände auf dem Festgelände. Gaumen und Magen verführt es je nach Lust nach China, Mexiko, Frankreich, Italien, in die Schweizer Alpen oder die Türkei.

Argovia-Fäscht – Impressionen vom Beizlifäscht am Freitag

Impressionen vom Beizlifäscht am Freitag

«Wir kommen jedes Jahr an das Beizlifäscht», sagt eine Besucherin. «Ich mag das Fest am Freitag lieber, da es weniger Leute hat als bei den Konzerten am Samstag. Heute kommt man noch gut durch die Menschenmenge.» In der Tat schien das Fest trotz zahlreicher Besucher auf der grossen Wiese beim Flugplatz Birrfeld nie zu voll. Die typischen Besucher des Argovia Fäschts sind Jugendliche von 18 bis 25 Jahre. Einige von ihnen kommen mit farbigen Hawaii-Blumenketten um den Hals. Und das typische Vorgehen am Fest: Von Beiz zu Beiz schlendern, viel trinken, an allen Ecken einem Bekannten «Hallo» sagen, lachen, flirten - und natürlich tanzen.

Die Musikauswahl war indes leider eher beschränkt: Pop lief in den meisten Bars, auch im grossen Disco-Zelt oder an der mit farbigen Vuvuzelas geschmückten Bar. Rock'n'Roll konnte man in der «Riesen-Rock-Dog»-Beiz und urchige Schlager-Lieder im «Das rote Zelt» hören. Und dieses magere musikalische Angebot ist die einzige negative Kritik, die man dem Argovia Fäscht vorhalten könnte. Organisiert war das Fest vorbildlich. Den ganzen Abend lang fuhren Busse nach Brugg, Baden, Mellingen oder Lenzburg. Und immer wichtig: Dank einer Unmenge an Toi-Toi-WCs - «Mit Toilettenpapier», wie eine Besucherin bemerkte - «musste niemand lange anstehen.» Auch das macht ein Fest beliebt.

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