Bözen

Behörden informierten nach langer Zeit über die geplante Wasserverbandsfusion

Bözen diskutiert über den Wasserverband

Bözen diskutiert über den Wasserverband

Sehr spät wurde die Bevölkerung am vergangenen Dienstag umfassend über die geplante Fusion des Wasserverbandes in Bözen informiert. Die Anwesenden hatten entsprechend viele Fragen.

Am Dienstagabend luden die Gemeinderäte von Bözen, Effingen, Elfingen, Hornussen und Zeihen zum Informationsabend über den geplanten Zusammenschluss der beiden Wasserverbände Bözen-Effingen-Elfingen-Hornussen (BEEH) und Regionale Wasserversorgnung Nationalstrasse-Effingen-Zeihen (REWA-NEZ) in den Gemeindesaal Bözen ein. «Uns ist bewusst, dass dieser Informationsabend zu spät stattfindet», erklärte Annemarie Baumann, Gemeindeammann von Bözen, zu Beginn der Veranstaltung. Geplant ist eine Fusion der beiden Wasserverbände zum Wasserverband Oberes Fricktal (WVOF).

Längere Vorgeschichte

Bereits 2009 stand die Fusion in allen fünf Gemeinden auf der Traktandenliste für die Gemeindeversammlung. Effingen und Elfingen stimmten damals zu. In Zeihen wurde die Vorlage an der Gemeindeversammlung angenommen und in der anschliessenden Referendumsabstimmung im März 2010 verworfen. Hornussen und Bözen wiesen das Geschäft zurück und verlangten genauere Informationen. In der Zwischenzeit seien zum Teil neue Gemeinderäte im Amt, Investitionen wurden getätigt und über die Fusion wird an der nächsten Gemeindeversammlung am 25. November 2011 in Bözen, Hornussen und Zeihen nochmals abgestimmt, wie Baumann erklärte. Der Einladung folgten gut 40 Personen, aber niemand vom damaligen Referendumskomitee in Zeihen.

Komplizierte Strukturen

Reto Porta von Porta + Partner AG stellte das Konzept der geplanten Fusion vor. Mit den komplizierten Strukturen der beiden Wasserverbände und der Tatsache, dass Effingen in beiden Verbänden vertreten sei, könne mit der Fusion eine gesamtheitliche Planung und Betreuung der Trinkwasserversorgung angestrebt werden, sagte Porta. Auch bei der Wasserspeicherung könne viel Synergiepotenzial genutzt werden.

Für die Klärung der Eigentumsverhältnisse sind nur die Groberschliessungsleitungen und der Wassertransport von Gemeinde zu Gemeinde massgebend. Sachwertdifferenzen werden über höhere Investitionsbeiträge der betroffenen Gemeinden in den nächsten zehn Jahren ausgeglichen. Der Bau eines neuen Reservoirs ist in dieser Zeit nicht vorgesehen. Vielmehr geht es darum, die Ringschlussleitung und Druckdifferenzen zu optimieren, damit alle von den angeschlossenen Einspeisungen profitieren könnten.

Hoher Diskussionsbedarf

Bei der anschliessenden Diskussion gab es einige kritische Stimmen zum Finanzausgleich und zum Verlust der Gemeindeautonomie. Klar wurde aber auch, dass mit einer Fusion, das Gebiet günstiger und regelmässiger mit Wasser versorgt werden könnte. Dafür kann auch günstiges Wasser aus dem Aaretal bezogen werden. Sicher ist, dass am 25. November an den drei Gemeindeversammlungen weiter diskutiert werden dürfte.

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