Birrfeld
Behinderte gehen mit dem Aero-Club gratis in die Luft

Der Aero-Club Aargau hat sich in diesem Jahr etwas Besonderes ausgedacht: 30 Heime wurden angeschrieben. So kamen schliesslich 320 Menschen mit Behinderung in den Genuss eines Helikopterfreiflugs.

Carolin Frei
Drucken
Teilen
Behinderte fliegen gratis Helikopter
7 Bilder
v.l. Robert Erne und Rolf Hölzer von der Stiftung Domino stärken sich nach dem Flug.
v.l. Christoph Hubacher und Max Gloor, zwei der Piloten
Sonja Feuz und Hansjörg Nussbaumer von der Stiftung für Behinderte Lenzburg genossen den Flug
Maxie Boner, Mitte, war vor dem Flug schon etwas nervös
Der Anlass im Birrfeld war gut besucht
Auch die musikalische Umrahmung fehlte nicht

Behinderte fliegen gratis Helikopter

«Ich war vor dem Flug schon ein wenig nervös», sagt Maxie Boner von der Stiftung für Behinderte in Oberentfelden. «Aber es war schön – wir sind über den Rhein nach Bad Säckingen geflogen», schwärmt die junge Frau. Nicht minder schön fand es Hansjörg Nussbaumer von der Stiftung für Behinderte in Lenzburg. Er durfte in einem Helikopter mitfliegen. «Es war ein schöner Flug. Ich habe das Schloss Lenzburg, das Schwimmbad und sogar die Strafanstalt von oben gesehen.»

Auch Rolf Hölzer von der Stiftung Domino Region Brugg-Windisch genoss seinen Heli-Flug. «Das Motorengeräusch war ein ganz anderes als bei einem Flugzeug», sagt er. Und man könne mit einem solchen Gefährt tolle Kurven ziehen. Es habe einfach Spass gemacht, er würde es sofort wieder machen. «Ich bin mit drei Personen hier», sagt Betreuerin Tirza Zürcher von der Stiftung für Behinderte in Lenzburg. «Schon die Vorfreude war gross. Sogar das Warten auf den Flug war spannend – es läuft ja so viel auf dem Flugplatz.»

Nach dem Pistenfest im letzten Jahr wollten die Organisatoren des Aero-Clubs Aargau heuer einen anderen Anlass auf die Beine stellen – Freiflüge für Menschen mit Beeinträchtigung. 30 Heime und Organisationen wurden angeschrieben, 320 Menschen kamen so in den Genuss eines Flugs. Piloten des Aero-Clubs Aargau und der Lions Air (Helikopter) bestritten 150 Flüge, die zwischen wenigen Minuten bis zu einer halben Stunde dauerten.

«Wir haben uns gerne für diese gute Sache zur Verfügung gestellt», betonen die beiden Piloten Christoph Hubacher und Max Gloor, die mit ihren Privatmaschinen am Anlass teilnahmen. Es habe Spass gemacht, die Freude, die den Menschen ins Gesicht geschrieben stand, miterleben zu dürfen.

Ebenfalls erfreut und auch froh, dass alles gut über die Bühne ging, waren Ruedi Steiner, Präsident Aero-Club Aargau, und Heinz Wyss, Stv. Flugplatzleiter. Einzig eine Person habe sich während des Flugs nicht so wohl gefühlt, es sei aber nichts Ernstes gewesen. Bei Speis und Trank konnten sich nach den Flügen alle noch stärken und sich über das Erlebte austauschen. Ein Feuerwerk bildete das Schlussbouquet des Birrfelder Sommernachtsfests, das den 320 Menschen mit Beeinträchtigung wohl noch lange in guter Erinnerung bleiben dürfte.

Aktuelle Nachrichten