Umiken

Bedürfnis nach einer tragfähigen Gemeinschaft

Vizedekanin Christine Straberg nimmt Wolfgang von Ungern-Sternberg, flankiert von Mitgliedern der Kirchenpflege, ins Amt auf.

Vizedekanin Christine Straberg nimmt Wolfgang von Ungern-Sternberg, flankiert von Mitgliedern der Kirchenpflege, ins Amt auf.

Wolfgang von Ungern-Sternberg wurde in einem schön gestalteten Gottesdienst als neuer Pfarrer in Umiken ins Amt eingesetzt.

Im Rahmen eines herzlich gestalteten Gottesdienstes ist der neugewählte Pfarrer gestern installiert worden. Man spürte es: Die Freude ist gross – sowohl bei den Mitgliedern der Kirchgemeinde als auch beim Pfarrer, der mit Frau und drei Kindern nach Umiken gezogen ist, um seine erste Pfarrstelle anzutreten. Hans Peter Schlatter, Vizepräsident der Kirchenpflege, gab seiner Freude über den Grossaufmarsch der Besucher Ausdruck, ebenso der Hoffnung, dass es dem neuen Pfarrer hier gut gefallen werde. Bereichert wurde der Gottesdienst durch Vorträge der Musikgesellschaft Riniken, Lieder, Worte der Kirchenpflege-Mitglieder und ein reizendes Segenslied der Sonntagsschulkinder. Sie überreichten von Ungern ein Bild, auf welchem sie ihre Fingerabdrücke zu einem Kreuz geformt hatten.

Begleiten und verbinden

Ein anderes Geschenk überbrachte die Vizedekanin Christine Straberg, Bözberg: zwei Manschettenknöpfe mit dem Facebook-Logo, mit Daumen nach oben. Das Symbol passe auch zum Pfarramt. Der Pfarrer müsse und dürfe Menschen verbinden, die Vielfalt der Menschen, von Kindern bis zu den Senioren, auf ihren Wegen begleiten, ihnen dienen – eine schöne Aufgabe. Trotz allem Wandel bleibe die Botschaft der Liebe Gottes eine Konstante. Sie nahm Bezug zum 1. Korintherbrief, dem Bild vom Körper mit den vielen Gliedern, die zusammengehören. Mit Handauflegen, Gelöbnis und Segenswort setzte sie von Ungern ins Amt ein.

In seiner gehaltvollen Predigt wies von Ungern darauf hin, dass wir heute vernetzter denn je sind, dass der durchschnittliche Facebook-Benutzer 342 Freunde habe – dass von ihnen aber kaum jemand da ist, wenns einem mal mies geht, wenn man jemanden zum Reden braucht. «Kontaktreiche Beziehungsarmut» ist der neue Ausdruck dafür. Jedermann habe aber das Bedürfnis nach einer tragfähigen Gemeinschaft, in der es gemäss Korintherbrief das Anliegen aller Teile ist, trotz aller Unterschiede, trotz gewisser Stacheln, füreinander zu sorgen. «Dies gelingt nur, wenn wir uns selbst von Christus tragen lassen.» Er hält die Christen zusammen, ist in ihrer Mitte. Von Ungern bekannte, dass er gerne mit den Menschen unterwegs sein werde, dass er die Mitglieder der Kirchgemeinde zunächst näher kennenlernen möchte. «Denn je mehr man von einem Menschen weiss, desto schwieriger ist es, ihn nicht zu lieben.»

Bei einem abschliessenden Apéro überbrachten Mitglieder von Behörden, Kirchgemeinden und Pfarrämtern Grussbotschaften.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1