«Ich bin natürlich überglücklich», sagt Beat Flach. Wenige Stunden nach seiner Wahl ist er bereits wieder voll im Berufsleben. Trotzdem findet er Zeit, am Telefon seine Eindrücke vom Wahltag zu schildern. «Voll Adrenalin», sagt er zu den letzten Stunden und Minuten vor dem Bekanntwerden des Resultates. «Ich habe am Nachmittag schon Glückwünsche abwehren müssen. Ich habe auch immer auf die sprichwörtliche Bananenschale gewartet. Um 18 Uhr ist die grosse Erleichterung gekommen.» Mit 15424 Stimmen ist Beat Flach als einziger Vertreter der Aargauer Grünliberalen in den Nationalrat gewählt.

Als Jurist bei der SIA tätig

«Einziger grünliberaler Nationalrat des Aargaus zu sein, bringt schon eine gewisse Verantwortung mit sich», stellt er fest. «Ich werde daher im Aargau weiterhin aktiv sein.» Sein Grossratsmandat will er jedoch abgeben. «Ich habe vor kurzem noch ein Postulat eingereicht», erklärt er. «Ich will mit dem Rücktritt daher noch warten, bis es behandelt wird.» Das neue politische Mandat bringt gewisse Konsequenzen fürs Berufsleben von Beat Flach mit, der als Jurist beim SIA tätig ist. «Ich arbeite jetzt mit einem 80-Prozent-Pensum», erklärt er. «Dieses Pensum war mit dem Mandat als Grossrat gut vereinbar. Das Mandat im Nationalrat wird sicher mehr Aufwand erfordern. Ich hoffe daher, mein Arbeitspensum auf 50 Prozent reduzieren zu können. Ich will aber unbedingt weiterhin meiner beruflichen Tätigkeit nachgehen und auch weiter an der Fachhochschule Chur unterrichten. Das schon deshalb, um die Bodenhaftung nicht zu verlieren.»

Eine Wahlfeier für Beat Flach hat übrigens noch nicht gefunden. Mit einer Beflaggung hat aber Auenstein umgehend «seinen» Nationalrat geehrt. «Ich bin furchtbar stolz», gesteht Beat Flach. «Als ich am Morgen an der Bushaltestelle gestanden habe, bin ich ganz rot geworden.»