Windisch

Baustelle Schulhaus: Bezirksschüler haben zwei Tage länger Ferien

Projektleiter Remy Schärer vor den bereits angebrachten Steinwollmatten, die um eine vorgehängte Platte ergänzt werden.

Projektleiter Remy Schärer vor den bereits angebrachten Steinwollmatten, die um eine vorgehängte Platte ergänzt werden.

Für die rund 280 Schülerinnen und Schüler, die am Montag in der Bezirksschule das neue Schuljahr beginnen sollten, dauern die Sommerferien zwei Tage länger. Grund: Es gab Verzögerungen bei der Rennovation des Schulgebäudes.

Die Mitteilung der Schulleitung liegt heute in den Briefkästen der Betroffenen: In der Windischer Bez fängt der Unterricht erst am Mittwoch um 8.45 Uhr an.

Beim Schulhaus, das sich mitten in einer intensiven Renovationsphase befindet, konnte nach Angaben der Schulleitung der «zeitliche Ablaufplan der Baustelle» nicht eingehalten werden. Weil die neuen Fenster zu spät angeliefert worden waren, geriet der Zeitplan ins Hintertreffen. War die Verspätung in der az Aargauer Zeitung vom Donnerstag noch als «unwesentlich» bezeichnet worden, präsentierte sich die Bezugsbereitschaft für Schulleiter Martin De Boni gestern Mittag als «nicht gegeben». Man habe deshalb den Entscheid getroffen, den Schulbeginn um zwei Tage zu verschieben.

«Das Haus ist eine Baustelle»

Ursprünglich hätten die Lehrkräfte ab gestern Freitag in die Klassenzimmer kommen sollen, um ihren Unterricht vorzubereiten. «Das war zu dem Zeitpunkt unmöglich», sagt Schulleiter Martin De Boni, der die Situation zusammen mit Vertretern der Gemeinde und der Bauleitung inspiziert hat. «Das ganze Haus ist eine Baustelle. In den Zimmern liegen Staub und Dreck. Weder Kisten noch Mobiliar sind vorhanden. Sogar Baumaterial steht noch herum.»

Gemeindeammann Hanspeter Scheiwiler lässt durchblicken, es habe zur Schulbetriebstauglichkeit im aktuellen Zustand unterschiedliche Meinungen gegeben. Die Lösung sei jedoch politisch vernünftig, da man das Risiko negativer Reaktionen zum unfertigen Zustand am Montag nicht habe eingehen wollen. «Ob wir beim betreffenden Zulieferer Regress nehmen werden, wissen wir noch nicht», sagt Scheiwiler und signalisiert Verständnis: «Bei einem solchen Projekt kann das passieren.» (BY)

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