Brugg

Bauernhof-Ambiente begeistert die Städter

Der regionale Tourismusverein und der Bauernverband Aargau haben Landleben in die Innenstadt gebracht.

«Muh», tönte es am Samstagmorgen bereits um halb neun vom Neumarktplatz. Eine halbe Stunde später wurde die Premiere von «Brugg wird zum Bauernhof» offiziell eröffnet. Milchkuh Luana inspizierte schon mal ihr mit Stroh ausgelegtes Gehege für diesen Tag und beobachtete den Verkehr auf dem Bahnhofplatz. Umgekehrt verfolgten – teilweise überraschte – Passanten, wie der Streichelzoo für Schafe, Ziegen, Ferkel und Kälber aufgebaut wird. Aus einem Auto wurden noch Hühner und Holzkisten gereicht.

Sepp Riechsteiner, Initiator des Brugger Anlasses und Vorstandsmitglied von Tourismus Region Brugg, freute sich auf dem Platz vor der Neuen Aargauer Bank über das tolle Wetter für diesen familienfreundlichen Anlass, den es in den Städten Baden und Aarau schon gibt.

Bruggs Stadtammann Barbara Horlacher dankte dem Bauernverband Aargau und dem regionalen Tourismusverein für die Organisation. Ziel sei es, die Leistungen der Landwirtschaft sowie die Herkunft der Lebensmittel aufzuzeigen. Idealer könnte der Zeitpunkt dafür nicht sein, sagte Horlacher mit Blick auf die Themen an diesem Abstimmungswochenende. Ebenso wichtig ist es laut Frau Stadtammann, mit dieser Veranstaltung Leben in die Stadt zu bringen. Dazu brauche es Ideen sowie Gewerbetreibende und Konsumenten, die sich aktiv beteiligen. Horlacher freute sich, dass mit der Anwesenheit des amtierenden Schwingerkönigs Matthias Glarner sogar royaler Glanz in Brugg präsent ist.

Brugg wird zum Bauernhof

Brugg wird zum Bauernhof

Traktoren, Säuli und Schwinger mitten in der Stadt: Eindrücke vom Bauernhof-Ambiente in Brugg

Säulirennen auf der Hauptstrasse

Der 32-jährige Schwingerkönig kam mit seinem Arbeitgeber nach Brugg: den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg. Diese beteiligten sich mit einem Stand am Bauernmarkt. Aufgrund einer weiteren Fussoperation vor weniger als einem Monat war Matthias Glarner mit zwei Krücken unterwegs und konnte nicht in der Arena auf dem Eisi-Platz mitschwingen. Im Zentrum seines Engagements standen deshalb die Autogrammtermine bei SportXX und bei der Valiant Bank sowie die Begleitung eines Teils der rund 45 anwesenden Jungschwinger aus dem Kanton Aargau.

Während Glarner mit dem Silberstift die gewünschten Vornamen und seine Unterschrift auf die Autogrammkarten schrieb und die Kinder für ihre Hobbys motivierte, herrschte draussen auf dem Bauernmarkt Hochbetrieb. «Sie haben so schöne Kürbisse. Sind die wirklich alle aus Ihrem Garten?», wollte eine Kundin wissen. Die Marktfrau nickte. Ihre Zöpfe hatte sie bereits um 11 Uhr ausverkauft. Von anderen Marktfahrern war zu hören, dass die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten deutlich grösser sei als in Aarau.

Weitere Publikumsmagnete waren die Säulirennen auf dem grünen Teppich direkt vor dem Stadthaus, das Ponyreiten auf dem Neumarktplatz und die beiden einmonatigen Kälber, für die der Rummel eine neue Erfahrung war. Über den Mittag bildeten sich lange Warteschlangen beim Festbeizli auf dem Eisi-Platz und auch der Würstli-Verkäufer auf dem Neumarktplatz hatte deutlich mehr Arbeit als an einem gewöhnlichen Samstag. Und während die Jungschwinger zwischen den Strohballen die letzten Kämpfe austrugen, führte die Trachtengruppe Elfingen daneben noch fünf Tänze vor.

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