Scherz
Bauer und Bäuerin ohne Kindersegen – kriegen Knecht und Magd den Hof?

Die Theatergruppe Scherz möchte dem Publikum mit ihrem Stück zeigen, wie verzwickt das normale Leben sein kann. Premiere für ‹Gliich und Gliich› ist am Freitag.

Nik Dömer
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Noch probt die Theatergruppe: Am Freitag ist die Premiere.

Noch probt die Theatergruppe: Am Freitag ist die Premiere.

ZVG

Auf dem Lerchenhof führen Bauer und Bäuerin ein getrübtes Eheleben. Der Kindersegen ist leider ausgeblieben. Gerne würde das kinderlose Paar seinen Hof dem Knecht und der Magd vererben, doch diese scheinen kein Interesse aneinander zu haben. Eine verzwickte Geschichte, die der Präsident Christian Meyer der Theatergruppe Scherz für die 26. Spielsaison ausgesucht hat.

Die Regie führt er dabei selber. Bei der Suche nach einem Stück hat er sich von Rico Spring, dem Eigentümer des Breuninger Theaterverlags, beraten lassen. «Wir möchten mit dem Stück ‹Gliich und Gliich› dem Publikum zeigen, wie interessant das einfache und normale Leben sein kann.»

Zurzeit sei man beim letzten Feinschliff mit den Proben. Schliesslich habe der Verein bereits Ende Oktober mit den Arbeiten begonnen. In dieser Woche finden zwei Hauptproben statt. Nun sei es wichtig, dass die Gruppe nicht zu fest ausschweife und sich auf das fokussiert, was in vergangenen Tagen beim Proben geübt wurde, so der Präsident und Regisseur.

Christian Meyer ist bereits seit 25 Jahren in der Theatergruppe, die ein Jahr zuvor gegründet wurde. Als aus der Gruppe ein paar Jahre später ein Verein entstand, war für Meyer klar, dass er auch das Präsidentenamt übernimmt. Bis im letzten Jahr hat er noch selber mitgespielt. Nun führt er zum ersten Mal nur noch die Regie: «Ich möchte mich noch nicht festlegen, ob dies nun weiterhin so bleibt. Obwohl ich gerne hinter der Bühne arbeite. Auf jeden Fall werde ich weiterhin im Verein bleiben, der ist quasi nach all den Jahren so etwas wie mein Kind.» Neun der 22-köpfigen Theatergruppe sind in diesem Jahr als Schauspieler auf der Bühne. Der Rest arbeitet hinter der Bühne oder im Festbetrieb.

Der Verein sucht stetig nach neuen Mitgliedern. Mit mehr Leuten habe man auch eine grössere Auswahl bei den Stücken, die gespielt werden können. Auch um jüngere Leute sei die Gruppe immer froh, erwähnt Meyer. Bei den Vorstellungen des Theatervereines konnte man über die Jahre bei der Besucheranzahl immer eine kleine kontinuierliche Steigerung bemerken. Der Verein lasse sich aber von Jahr zu Jahr überraschen.

Klar sei es schön, wenn möglichst viele Leute kämen, aber manchmal sei auch ein kleines, aufmerksames Publikum, das gerne wiederkommt, genauso gut, so der Präsident. «Unser Ziel ist es, dass die Leute zu uns kommen und sich amüsieren können. Der Alltag ist genug ernst.»

Vorstellungen in der Turnhalle Scherz am 6., 7., 11., 13. und 14. März um 20 Uhr sowie am 8. März um 14 Uhr.