Windisch

Bagger reinigen das Flussknie zwischen Unterwindisch und dem Reussdörfli

Noch bis Anfang November tragen Bagger die Auflandungen am Reussknie in Unterwindisch im Auftrag der Kraftwerkbetreiberin Axpo ab. Nik Dömer

Noch bis Anfang November tragen Bagger die Auflandungen am Reussknie in Unterwindisch im Auftrag der Kraftwerkbetreiberin Axpo ab. Nik Dömer

Die Kraftwerkbetreiberin Axpo lässt vor dem Stauwehr Abfälle, Schlamm und Schwemmholz entsorgen. Der Kies wird unterhalb des Wehrs dem Fluss wieder zurückgegeben. Die Arbeiten dauern bis Anfang November.

Vor rund einer Woche sind am Reussufer in Unterwindisch die Baumaschinen aufgefahren. Bagger holen Schwemmholz, Kies und Abfall aus dem Fluss. In der Nachbarschaft wird seither gerätselt, was Sinn und Zweck dieser Arbeiten sind. Entsteht ein neuer Uferweg? Wird der Fluss verbreitert? Gibt es allenfalls ein Problem mit dem Wasserkraftwerk respektive dem Stauwehr?

Tobias Kistner, Mediensprecher der Axpo Services AG in Baden, schafft Klarheit: «In der Regel alle drei Jahre müssen die Ablagerungen entlang des Ufers beim Wehr des Kleinwasserkraftwerks Windisch zur Sicherung der privaten Bootsfahrt auf der Reuss ausgebaggert werden.» Dabei werden Feinsedimente und Sand herausgenommen. Der Kies werde aber unterhalb des Wehrs dem Fluss wieder zurück gegeben, sagt Kistner. Dies erfolge nach Vorgaben und mit Bewilligung des Kantons Aargau.

Im Zuge dieser Ausbaggerung werden auch kleinere Unterhaltsarbeiten am Wehr ausgeführt. «In diesem Jahr werden beispielsweise die Schützentore revidiert und instand gestellt», teilt Kistner auf Anfrage mit.

Kraftwerkbetreiber stehen in Pflicht

Am Flussknie zwischen Windisch und dem Reussdörfli in Gebenstorf lagern sich vor dem Wehr regelmässig Feinsedimente, Sand, Kies, Schwemmholz und Zivilisationsabfall an. Dies führe zu einer Auflandung, so Kistner weiter. «Das behindert die private Bootsfahrt. Die Kraftwerksbetreiber sind daher verpflichtet, regelmässig die Auflandungen abzutragen und den Standort wieder schiffbar zu machen.»

Solche Ausbaggerungen – immer geplant und abgesprochen mit den Behörden und den Fischerei-Verantwortlichen – seien in der Vergangenheit bereits mehrmals vorgenommen worden. Die Baggerarbeiten am Flussufer werden Anfang November abgeschlossen.

Wasserabfluss nicht beeinträchtigt

Die Feinsedimente wie Schlamm und Sand, aber auch Zivilisationsabfälle müssen also aus der Reuss entfernt und entsorgt werden. Der natürlich angesammelte Kies wird der Reuss unterhalb des Wehrs wieder zurückgegeben. Besonders wichtig: Der vorhandenen Fischpopulation darf kein Schaden zugeführt werden. «Das Bauunternehmen ist beauftragt, sehr behutsam vorzugehen», betont Kistner. Die Arbeiten würden von Axpo und den ortsansässigen Fischern regelmässig überprüft.

Der Wasserabfluss wird übrigens von den Bauarbeiten nicht beeinflusst. «Die Reuss führt zurzeit zirka 120 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Das entspricht dem durchschnittlichen Abfluss in dieser Jahreszeit», präzisiert der Axpo-Mediensprecher.

Anwohner und Spaziergänger werden nach Abschluss der Arbeiten feststellen, dass die Auflandungen oberhalb des Wehrs in Unterwindisch verschwunden sind. «Sonst bleibt alles wie bisher bestehen», so Kistners Fazit.

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