Brugg

Badi-Gebäude in Brugg werden auf den neusten Stand gebracht

Das Garderobengebäude (rechts) soll technisch erneuert werden.

Das Garderobengebäude (rechts) soll technisch erneuert werden.

Die Badegäste dürfen sich freuen: Mit der Sanierung soll das Brugger Freibad noch attraktiver werden. Der Einwohnerrat entscheidet über einen Kredit von 1,89 Mio. Franken.

Für den Stadtrat Brugg ist klar: Das Frei- und Hallenbad ist ein bedeutender Publikumsmagnet, bietet für eine breite Bevölkerungsschicht ein wertvolles Freizeitangebot. Die Anlage hebe sich von den anderen Bädern in der Region ab, werde freundlich, kompetent und sauber geführt. Durchschnittlich konnten in den letzten vier Jahren 111 200 Besucherinnen und Besucher gezählt werden, davon knapp 37 000 im Freibad.

Betrieb wird einfacher

Schon vor mehreren Jahren setzte sich die Behörde das Ziel, das Frei- und Hallenbad mit gezielten Massnahmen zeitgemäss zu erhalten. 2008 wurden im Rahmen einer ersten Sanierungsetappe die Sprungtürme modernisiert und die Wassertiefe angepasst. 2009 hiess der Einwohnerrat die Erneuerung des Nichtschwimmerbeckens gut. Die Sanierung der Gebäude aber wurde zurückgewiesen.

In einem dritten Schritt soll jetzt das Garderobengebäude auf den neusten Stand gebracht werden. Ebenfalls vorgesehen sind neue Servicetrakte sowie ein neuer Pavillon beim Planschbecken. Kostenpunkt: 1,89 Mio. Franken. Zukünftig können die Anlagen laut Stadtrat «bedeutend einfacher und effizienter bewirtschaftet und unterhalten werden». Detailliert besprochen wurde das Projekt mit diversen Anspruchsgruppen, unter anderem dem Chefbademeister, der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft SLRG sowie dem Kanu-Club Brugg.

Grundsätzlich sollen, fährt der Stadtrat fort, die Nutzungen optimal zugeteilt werden. Das Garderobengebäude dient dem Publikum (Umkleideräume, sanitäre Einrichtungen, Kiosk, Sonnenbad), die Servicetrakte Nord und Süd sind hauptsächlich Betriebs- und Fremdnutzungen zugeteilt.

Kein wärmeres Wasser

Apropos: Beim prägenden Garderobengebäude handelt es sich gemäss Stadtrat um ein Bauwerk mit überdurchschnittlichen architektonischen Qualitäten. «Das Gebäude wird mit dem Projekt technisch umfassend, aber gestalterisch zurückhaltend saniert und soweit wie möglich in den originalen Zustand versetzt.»

Die IBB Energie AG wird auf die Dachflächen der Servicetrakte, des Garderobengebäudes sowie des Hallenbadanbaus Solarzellen montieren. Der Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist.

Vertieft geprüft wurde die Möglichkeit, das Wasser in den Aussenbecken zu erwärmen. Allerdings: «So verlockend die Aussicht auf eine Verlängerung des Freibadbetriebes durch eine Wassererwärmung auch ist: Unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit lässt sich die Installation einer Wassererwärmung nicht rechtfertigen», fasst der Stadtrat zusammen.»

Verläuft alles planmässig, kann die Sanierung von September 2016 bis April 2017 erfolgen.

Einwohnerrat Brugg Freitag, 23./30. Oktober, 19.30 Uhr, Rathaussaal.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1