Brugg

Autonom im letzten Lebensabschnitt

Behutsame Begleitung in der letzten Lebenszeit. HO

Behutsame Begleitung in der letzten Lebenszeit. HO

Selbstbestimmen – und das auch in den letzten Lebensjahren. Zu diesem Thema startet heute eine dreiteilige Reihe im Süssbachsaal.

Wie kann ich meinen letzten Lebensabschnitt bestimmen, ohne von anderen Menschen abhängig zu sein? Was ist, wenn ich es doch werde? Was ist, wenn ich unheilbar krank bin und weiss, dass ich bald sterben werde? Diese Fragen beschäftigen ältere Menschen. Und zwar so sehr, dass Sozial-, Pflege- und kirchliche Institutionen sowie Medien diese auch in der Öffentlichkeit zunehmend thematisieren. Wie jetzt in Brugg, wo heute eine vom Aargauer Hospiz-Verein angestossene und von verschiedenen Trägerschaften gestützte Themenreihe beginnt, die sich mit Selbst- und Mitbestimmung im letzten Lebensabschnitt beschäftigt (siehe Box).

Die letzte Zeit würdig mitgestalten

Dass die drei Abende im «Süssbach» stattfinden, ist bestimmt kein Zufall. Hier ist nämlich seit zwei Jahren das Hospiz Aargau Palliative Care beheimatet: Dieses hilft schwerkranken Menschen, die ihnen noch verbleibende Lebenszeit würdig mitzugestalten und ihnen das Sterben in vertrauter Umgebung zu ermöglichen. «Viele Menschen bekennen, dass sie keine Angst vor dem Tod, wohl aber vor dem Sterben haben», sagt Erika Lüscher, die im Vorstand des Aargauer Hospiz-Vereins ist.

Sie weiss, wie wichtig in diesem Zusammenhang Palliative Care und damit verbunden die Linderung von Schmerzen und belastenden Symptomen sein kann. In Brugg, so Erika Lüscher, werden dazu viele Referenten sprechen und ihre Institutionen vorstellen. «Wir werden sehen, wie der Abend ankommt. Möglicherweise werden wir zu einem späteren Zeitpunkt dann noch eine Veranstaltung ansetzen, die sich vertiefter mit dem Thema Palliative Care auseinandersetzt.» Erfahrungen hat der Hospiz-Verein in den letzten Jahren unter anderem in Aarau, Zofingen, Muri, Bremgarten und Lenzburg gesammelt.

Überall seien die Veranstaltungen zum übergeordneten Thema «Autonomie im Alter» auf grosses Interesse gestossen, sagt Erika Lüscher und ergänzt: «Wir wollen zwar in erster Linie ältere Menschen ansprechen. Aber die Thematik betrifft und berührt auch Jüngere – weil sie oft in die Pflege von Eltern oder Angehörigen eingespannt sind.»

Auch Seniorenrat ist vertreten

Erika Lüscher freut sich über die Offenheit und das Engagement der mitwirkenden Partner, zu denen unter anderem auch der Seniorenrat Brugg gehört. Dieser wird am 19. November, dem letzten Themenabend, mit einem Referat von Präsident René Kunz vertreten sein; am heutigen, ersten Abend wiederum wird Dorina Jerosch, als Stadträtin zuständig für Soziale, Gesundheit und Alter, anwesend sein.

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