Es ist Expo-Zeit: Die Menschen schreiten, durch die Fackeln gesäumt, auf dem roten Teppich über die Brücke ins Ausstellungsareal. Vor den grossen Bildern wie dem Amphitheater oder dem Bild zum «MeischterGmeind-Finale» bleiben sie kurz stehen, schauen sich die Fotos genauer an. «Heissi Marroni, Marroni ganz heiss», tönts etwas weiter vorn. Gleich am Stand nebenan gibts Mützen und schicke Hüte zu kaufen.

Käse- und Fleischliebhaber erhalten «Probiererli» direkt vom Stand. Für die Süssen werden Magenbrot, Schoggibananen und Crêpes angeboten. Nicht nur die Gäste, auch die Gewerbetreibenden verbringen ihre Pause an einem der zahlreichen Essensstände mit dem «Brugger Chnebel», Raclette-Brot, einer feinen Wurst oder einem asiatischen Gericht. Gut besetzt sind auch die Beizli in der Aquarenahalle, wie das «Schwingerstübli», der «Hüehnerschopf» oder das Restaurant «Bärenfreunde».

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Grosse Vielfalt

Auf dem Rundgang in den drei Hallen zeigt sich die Vielfalt der 160 Aussteller. Dort, wo etwas ausprobiert oder gespielt werden kann, verweilen die Gäste länger, informieren sich. Allen voran die Kinder drehen an jedem Glücksrad, heimsen die Portion Popcorn ein und schreiten dann zum nächsten Stand. Besonders begehrt ist das Fahren mit dem ferngesteuerten Auto auf dem Parcours der IBB und der Test im Fahrzeugsimulator der Voegtlin-Meyer AG.

Im Gesundheits-Bereich mit Brugger Anbietern sowie dem Kantonsspital Baden sind derweil die Gäste daran, einen sogenannten Tabletten-Blister herzustellen. Dieses Ordnungssystem wird von Menschen gebraucht, die täglich mehrere Tabletten einnehmen müssen. An der Expo werden jedoch Smarties verpackt. Währenddessen zwängt sich eine Frau in einen dicken Anzug, der Übergewicht simulieren soll. In diesem Aufzug stellt sie sich auf die Gummibänder des Gerätes «SensoPro» und führt Koordinations- und Gleichgewichtsübungen durch.

Am Stand des Haustechnikbetriebes «Hirt Accogli AG» sind dagegen Auffassungsgabe und Reaktion gefragt: Zehn Sekunden Zeit gibts für das Memory mit Bildern von Haushaltsgeräten. Gar nicht so einfach, wenn ständig Waschmaschine und Tumbler verwechselt werden. Gleich mehrere Dinge ausprobieren kann man am Stand des Berufs- und Weiterbildungszentrums (BWZ). So wühlen die Gäste in der Erde und topfen eine Glücksklee-Zwiebel ein. «Auch der Selfie-Fotokasten ist sehr begehrt», erklärt Claudio Cannatella, Schulleiter Erwachsenenbildung.