Brugg-Windisch

Ausmass des Schadens ist riesig: Corona-Krise bedroht Existenz von Campussaal-Betreiber

Im Campussaal werden in normalen Zeiten diverse Anlässe wie Messen abgehalten.

Im Campussaal werden in normalen Zeiten diverse Anlässe wie Messen abgehalten.

Kathrin Kalt, Co-Geschäftsführerin von Campussaal Kultur + Kongresse in Brugg-Windisch, sagt, dass die Corona-Krise das Aus für den Betrieb bedeuten könnte.

Der Ausfall von Veranstaltungen trifft die ABA Management GmbH, die den Campussaal Kultur + Kongresse in Brugg-Windisch betreibt, hart. Abschätzen, wie gross der finanzielle Verlust sein wird, kann Co-Geschäftsleiterin Kathrin Kalt noch nicht einmal annähernd. «Soviel ist jedoch jetzt schon klar: Das Ausmass des Schadens wird zwischen gewaltig und tatsächlich existenzbedrohend sein», sagt sie.

Die meisten Veranstaltungen seien nicht verschoben, sondern abgesagt worden. Dies hauptsächlich deswegen, weil die Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr keine Aktualität mehr gehabt hätten oder per se jährlich stattfinden, also im 2020 halt somit einfach übersprungen werden.

«Es konnte einzig eine Veranstaltung vom März auf den Oktober verschoben werden», führt Kalt aus. Alle Veranstaltungen bis 19.April mussten abgesagt werden. «Falls die Bestimmungen des Bundesrats noch verschärft oder verlängert werden – wovon man zurzeit ausgehen muss –, werden auch weitere Veranstaltungen abgesagt», sagt Kalt. «Wie viele das sind, kann ich noch gar nicht exakt quantifizieren.»

Das hat natürlich auch Folgen für die Arbeit des Campussaal-Teams. Beim Amt für Wirtschaft und Aargau hat man einen Antrag auf Kurzarbeit gestellt. «Das dafür notwendige Zustimmungsformular haben unsere Mitarbeiter alle unterzeichnet», sagt Kathrin Kalt. «Jeder Einzelne will seinen Beitrag leisten, um den Arbeitsplatz-Erhalt zu ermöglichen. Im Bereich der Liquidität werden wir an unsere Grenzen stossen.»

Sie sieht einen Silberstreifen am Horizont

Enttäuschung schwingt mit bei den Aussagen der Co-Geschäftsleiterin. Denn das Jahr habe so gut begonnen. «Noch Anfang Februar hätte ich gesagt, dass 2020 eines unserer erfolgreichsten Jahre wird, die Pipeline war mit Aufträgen gefüllt wie noch selten zu diesem Zeitpunkt», führt sie aus. Jetzt, zwei Monate später, wisse man nicht einmal, wie der Campussaal dieses Jahr überstehen soll. «Man muss die Realität ganz klar sehen, dies könnte für uns das Aus bedeuten. Die Corona-Krise trifft uns hart und unmittelbar.»

Dennoch: Kathrin Kalt sieht einen Silberstreifen am Horizont. «Ich rechne damit, nach der Krise mit dem gleichen starken Team unsere gesamte Energie wieder auf die professionelle Umsetzung der Veranstaltungen ausrichten zu können», führt sie aus. «Die Zwangspause werden wir als Kreativ-Gefäss nutzen und dieses hoffentlich mit umsetzbaren Ideen randvoll füllen.» Man wolle gestärkt aus der Krise kommen und diese sinnvoll und positiv nutzen.

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