Brugg
Ausgaben für Regionalplanung Brugg Regio sinken

Die Kosten für das Pflegebetten-Konzept sowie das Regionale Entwicklungskonzept sind 2015 massiv tiefer als 2014. Wenn das Budget nächste Woche öffentlich wird, darf die Bevölkerung dabei sein.

Michael Hunziker
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Region Wasserschloss: Ein grösseres Projekt für die Standortförderung ist dergeplante Imagefilm. wal/Archiv az

Region Wasserschloss: Ein grösseres Projekt für die Standortförderung ist dergeplante Imagefilm. wal/Archiv az

Die Vorstandssitzungen des Regionalplanungsverbands Brugg Regio finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Denn behandelt und diskutiert werden Projekte und Punkte, die noch nicht spruchreif sind. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Zu einer solchen kommt es nächste Woche, wenn das Budget 2015 vorliegt. Bei diesem Geschäft kann die Bevölkerung anwesend sein.

Bei der Regionalplanung fallen die Aufwendungen im nächsten Jahr gegenüber dem Budget 2014 voraussichtlich um insgesamt rund 55 000 Franken tiefer aus. Als Gründe genannt werden in erster Linie das Pflegebetten-Konzept, da ohne externe Mitarbeit der Planungsfirma Sensato AG gerechnet und das Vorhaben nur mit der Projektsteuerungsgruppe weiterverfolgt wird, die Zusammenführung der gemeinnützigen Organisation sowie das Regionale Entwicklungskonzept (REK), bei dem 2015 nur noch der Abschluss ansteht.

Landschaftsqualitätskonzept kostet

Auf der anderen Seite ins Gewicht fällt neu der Aufwand für das Landschaftsqualitätskonzept von 55 000 Franken, wovon 50 Prozent von Bund und Kanton bezahlt werden. Apropos: Erwartet werden für die Regionalplanung neben den Beiträgen von Bund und Kanton auch eine Entschädigung der Gemeinden von 144 500 Franken (Budget 2014: 142 300 Franken).

Für die regionale Standortförderung wird mit einer Entschädigung der Gemeinden von 134 000 Franken (Vorjahr 131 900 Franken) gerechnet. Voraussichtlich um rund 40 000 Franken tiefer sind die Ausgaben bei den NRP-Projekten (Neue Regionalpolitik des Bundes): regionale Standortförderstrategie sowie Optimierung der touristischen Angebote. Neben Beiträgen von Gemeinden/Gemeindeverbänden sowie Kanton treffen auch Beiträge vom Bund ein.

Verena Rohrer, Leiterin der regionalen Standortförderung, betont, dass Jahresvergleiche wenig Sinn machen, da es sich um Projektkonti handle. Gewisse Gelder würden verschoben, weil gewisse Vorhaben ins Jahr 2015 gezogen würden. «Es besteht die Freiheit, die Projekte innerhalb von vier Jahren bis 2015 abzuschliessen», erklärt die Leiterin.

«Finanziell sind keine Mehrbelastungen zu erwarten.» Anders gesagt: Grundlegendes ändere sich nicht, da Brugg Regio im letzten NRP-Projektjahr sei. «Die Projektarbeit kann wie geplant durchgeführt werden.» Als grösseres Vorhaben bezeichnet Verena Rohrer den geplanten Imagefilm sowie die neue Homepage für Brugg Regio.

Ein paar Punkte sind offen

Angesprochen auf die finanzielle Lage von Brugg Regio sowie die Zukunftsaussichten stellt Verena Rohrer fest, dass gegenwärtig einige Fragen offen, einige Prozesse im Gang seien. Konkret zeigen werde sich, wie die Geschäftsstelle ab 2016 aufgestellt sei und ob die Standortförderung weitergeführt werde. Je nach Situation bedeute dies eine andere Kosten-Aufstellung.

Grundsätzlich werde stets genau darauf geachtet, welche Vorhaben sinnvoll seien und mit den regionalen Geldern bearbeitet werden sollen, sagt Verena Rohrer. Allerdings: Bei Projekten in der Regionalplanung bestehe häufig wenig Entscheidungsraum, fügt sie an. Diese müssten auf Geheiss von Kanton oder Bund erfolgen.

Öffentliches Traktandum «Genehmigung Budget 2015» an der Vorstandssitzung des Regionalplanungsverbands Brugg Regio: Donnerstag, 23. Oktober, 17.30 Uhr, Zentrum Lee in Riniken; nach diesem Traktandum wird die Sitzung im geschlossenen Rahmen fortgesetzt.

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