Seit der Eröffnung 2012 steht im Campus der Fachhochschule in Brugg-Windisch Gewerbefläche frei. Nun wird ein Raum als Galerie zwischengenutzt. Diese Idee hatten die Dozenten Stephan Bruelhart und Markus Cslovjecsek – beide Professoren für Musik, Bild und Kunst. «Wir möchten jungen und regionalen Künstlern die Möglichkeit bieten, ihre Werke auszustellen», erklärt Bruelhart. «Der Raum eignet sich für Kunstausstellungen, aber auch Konzerte.»

Die beiden Professoren nutzen den Raum, der im Rohbau belassen wird und dadurch Industriecharakter hat, auch als Atelier sowie als Ton- und Bildlabor. Neue Technologien wie Virtual Reality sollen hier getestet werden. Davon sollen auch die Studierenden der Fachhochschule profitieren. «Wir erhoffen uns durchaus eine Zusammenarbeit mit der FHNW und den Studenten», sagt Bruelhart. «So könnten Studierende beispielsweise ihre Arbeiten hier ausstellen.»

Um das aber tatsächlich realisieren zu können, braucht es noch genauere Absprachen mit der FHNW. Zurzeit können Bruelhart und Cslovjecsek den Raum jeweils für drei Monate mieten, zu einem Bruchteil des eigentlichen Mietpreises. Die Professoren bezahlen die Miete noch aus dem eigenen Sack, möchten aber einen Verein gründen.

Erste Vernissage ist geglückt

Mit einer ersten Vernissage offiziell eröffnet wurde die Galerie am Dienstagabend. Das Basler Künstlerkollektiv chiquet vogler yang stellt unter dem Titel «adrift» noch bis 21. April aus. Auf Europaletten sind Fotografien am Boden ausgestellt. Darauf abgebildet sind Orte in der Nähe des Rheins in Basel. Wie ein roter Faden zieht sich das Motiv Schlauchboot durch die Ausstellung. «Das Projekt ‹adrift› hat seinen Ursprung in Chihun Yangs fotografischer Beschäftigung mit Streetart, sowie in einem ‹work in progress› von Bernhard Chiquet mit dem Arbeitstitel ‹landscape improvement›», heisst es im Saaltext. Dabei gehe es darum, Objekte im öffentlichen Raum zu positionieren und zu beobachten, was mit ihnen geschieht.

Diese Beobachtungen wiederum sind auf den Fotografien in der Campus Galerie zu sehen.
Passend zum Thema Streetart sind zudem zwei grosse Fenster der Galerie mit weisser, transparenter Leimfarbe versehen. In diese wurden kurze Texte und Symbole gezeichnet. Diese wurden teilweise als Graffiti auf Häuserwänden gefunden. Die Texte handeln von der Migration, von Flüssen und Übergängen, von Ernstem und Absurdem. Die Sprüche liegen – auf A4-Blöcken ausgedruckt – auch in der Galerie. Das Publikum darf sich daraus bedienen.

Mehr Infos zur Campus Galerie finden Sie hier.