Brugg

Aus dem Nichts eine 2500-Kinder-Stadt gebaut

Kantonstreffen von Jungwacht und Blauring: 61 Aargauer Scharen und vier Gast-Scharen waren im Geissenschachen. Die Kinder genossen den Aufenthalt einer eigens für sie errichteten Stadt.

«Für mich ist das wie ein Eintauchen in die Welt, die ich als Kind erlebt habe», sagt Monika Elmiger. Am Wochenende weilt sie in ihrer Funktion als Geschäftsleiterin Jungwacht Blauring Schweiz am VIP-Anlass am Kantonstreffen im Geissenschachen in Brugg.

Dieses Amt hat sie seit einer Woche inne. «Was die JublaCity auszeichnet, ist, dass alles selber gemacht ist. Ein spannendes Lernfeld für die Kinder und Jugendlichen», betont sie. Dass es spannend sei, hörte man denn auch überall, wo man nachfragte.

Kinder lassen es sich gut gehen

«Wir kommen gerade vom Singen», sagen Laura, Julia, Sarah und Xenia von der Jubla Zofingen. Eineinhalb Stunden haben sie zusammen mit anderen typische Jubla-Lieder gesungen, was einfach Spass machte.

Die 8-jährige Elisa aus Mellingen freut sich besonders aufs Schlafen im Zelt und sie ist froh, dass die Übernachtungsmöglichkeit von den Grossen aufgestellt wurde. Sie sitzt gerade in der Maniküre, lässt sich die Nägel grün und blau anstreichen. Ebenfalls gut gehen lassen es sich einige Mädchen, die in Liegestühlen im Schatten liegen und ihre Gesichtsmaske wirken lassen.

Drei Jahre lang geplant

Eine ganz andere Erfahrung hat Larissa aus Trimbach hinter sich. Sie hat sich mit einer Brille, die den Träger eine Makuladegeneration erleben lässt, durch das «Brillengeschäft zum blinden Huhn» getastet, was ein komisches Gefühl gewesen sei. Sportlich lassen es Noah und Tim aus Ehrendingen angehen, sie stapeln am Seil gesichert Harassen. Derweil fragt der Jubla-Helfer Denis aus Würenlos seine Gruppe, was sie denn als nächstes tun wolle. Denis: «Wir sind für die Kinder da, ermöglichen ihnen ein tolles Wochenende – und das macht mir Freude.»

Vor drei Jahren habe man in sieben Ressorts mit der Planung für die JublaCity begonnen, erklären die PR-Verantwortlichen Kathrin Schmid-Stäuble und Remo Fischer am VIP-Rundgang. Das sei organisatorisch eine kleine Herausforderung gewesen. Unter anderem habe man Wert darauf gelegt, dass die Kinder mit dem öffentlichen Verkehr, dem Velo oder zu Fuss anreisen. 700 Freiämter Kinder kamen mit einem Extrazug nach Brugg.

Drei Stadtteile

Die VIP-Gäste hatten am Rundgang Gelegenheit, alle drei Stadtteile kennenzulernen. Im CityCube konnten sie den Kindern beim Kreieren von Würfeln über die Schulter schauen. Diese Kunstwerke wurden später aufeinandergestapelt und damit zu eigentlichen Hochhäusern, die in keiner Stadt fehlen dürfen. Der Stadtteil CityLife liess die Besucher in eine Welt aus Kino, Casino, Beauty-Oase, Gefängnis und anderem mehr eintauchen. Danach gings weiter zum CitySport, wo die Jublaner bei Spiel und Fitness ihre Kondition unter Beweis stellten. Man habe bewusst auf neue Spiele gesetzt und hoffe, dass die Teilnehmer diese mitnehmen und auch anwenden, sagten die Organisatoren.

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