Windisch

Aus dem Kommandoposten wird ein Schutzraum

Die neu erstellten Schutzräume können von der Schule und der Gemeinde genutzt werden. (Archiv)

Der Kommandoposten im Chapf in Windisch soll aufgehoben werden – noch übernimmt der Bund die Kosten dafür.

In der Schulanlage Chapf in Windisch befindet sich zurzeit noch ein Kommandoposten. 2014 aber wurde die Gemeinde darüber informiert, dass die Anlage als aufgehoben gilt und der Bund die Kosten für den Rückbau der technischen Schutzbausysteme übernimmt. Diese Regelung gilt aber nur noch bis Ende Jahr. Mit Annahme der neuen Gesetzgebung, die voraussichtlich am 1. Januar 2020 in Kraft tritt, werden die Rückbaukosten vom Bund nicht mehr übernommen und müssen dann von Kanton und Gemeinde über Ersatzbeiträge finanziert werden.

Um die Kostenbeteiligung vom Bund nicht zu verlieren, ist der Kanton bestrebt, möglichst rasch Rückbau- und Umnutzungsprojekte für die Anlagen einzureichen. Gemeinsam mit der Vertretung des Departements Gesundheit und Soziales Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz hat die Gemeinde Windisch nach einer Besichtigung der Anlage im Chapf beschlossen, den Kommandoposten künftig als Schutzraum zu nutzen. Dies, weil die Gemeinde eine Unterdeckung von Schutzplätzen hat und der Kommandoposten eine grosse Anlage ist.

Die Grundfläche der Anlage beträgt exklusive Schleuse, Ventilationsraum, Maschinenraum sowie nicht nutzbaren Flächen ca. 290 Quadratmeter. «Somit könnten von der verfügbaren Fläche her mindestens 200 Schutzplätze generiert werden, was auch der maximalen Grösse der Schutzräume entspricht», heisst es in der Botschaft an den Windischer Einwohnerrat, der am 23. Oktober darüber abstimmt.

Eine externe Vermietung ist nicht vorgesehen

Die neu erstellten Schutzräume können von der Schule und der Gemeinde genutzt werden. Zurzeit sei die Zuteilung auf die einzelnen Schulabteilungen oder Lager für die Gemeinde noch offen, schreibt der Gemeinderat. Nicht vorgesehen ist eine externe Vermietung.
Komplett zurückgebaut werden die Nass-Toiletten, aber auch die Waschrinnen und Duschen. Auch die Wasserzuleitungen sowie der Boiler werden zurückgebaut.

Zudem wird der Wassertank ausser Betrieb genommen, ebenso die Küche inklusive Vorratskammer. Entfernt werden zudem die Elektroinstallationen und die Übermittlungseinrichtungen sowie das Notstromaggregat und der Öltank. Im neuen Schutzraum soll dann ein gewisser Teil der notwendigen Liegestellen fest aufgestellt werden, um diese als Ablageflächen nutzen zu können. Die genaue Anzahl werde von der Leitung im Verlauf des Projekts noch ermittelt.

Schutzplätze einsparen im neuen Schulhaus

Die Projektkosten belaufen sich total auf gut 231'000 Franken. Der Bund bezahlt 91'700 Franken an den Rückbau, die Ersatzbeiträge des Kantons belaufen sich auf 126'300 Franken und die Kosten für die Gemeinde für die Nutzung auf 13'000 Franken. Die Gesamtkosten müssen von der Gemeinde aber vorfinanziert werden.

«Der Gemeinderat ist überzeugt, mit dem Projekt einen wichtigen Schritt aus der Unterdeckung von Schutzräumen zu machen», heisst es in der Botschaft an den Einwohnerrat. «Mit dem vorliegenden Projekt verringert sich zudem die Zahl der zu erstellenden Schutzplätze beim Bau des Dohlenzelgschulhauses massgeblich, was ebenfalls zu einer finanziellen Entlastung beitragen wird.»

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