Pro Juventute Aargau
Aus Brugg und Windisch helfen keine Klassen beim Schoggi-Verkauf

Pro Juventute Aargau ist zufrieden mit der Anzahl Schulklassen, die ihre Produkte verkaufen. In Brugg und Windisch beteiligen sich aber keine Klassen an der Verkaufsaktion.

Nik Dömer
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Die Kartensets und Schokoladen der Pro Juventute.

Die Kartensets und Schokoladen der Pro Juventute.

Zur Verfügung gestellt

Seit einigen Jahren verkauft die Pro Juventute jeweils zur kalten Jahreszeit Schokoladen und Kartensets. Mit diesen Einnahmen finanziere der Verein Pro Juventute Aargau verschiedene Kinder- und Jugendprojekte und den Göttibatzen-Fonds zur Unterstützung finanziell schwacher Kinder, Jugendlicher und Familien im Aargau. Sei es für Sport, Lager, Musikschule oder Kleider, erwähnt Gabriela Spörri, Vorstandsmitglied der Pro Juventute Aargau.

Für den Verkauf der Schokoladen und Kartensets werden jährlich Schulen unverbindlich angefragt. Die Schüler verkaufen die Produkte des wohltätigen Vereins an der Haustür und auf der Strasse. Nebst der guten Tat springt dabei pro verkaufte Schokolade oder Kartenset ein Franken für die Klassenkasse raus.

Die Pro Juventute Aargau ist zufrieden. Rund 20 Schulen im Kanton Aargau engagieren sich dieses Jahr für den Verein. Sie sind sehr motiviert und zuversichtlich, die gelieferte Ware zu verkaufen. Gabriela Spörri erklärt: «Dieses Jahr haben uns mehr Schulen zugesagt als im Vorjahr. Jedoch konnten wir keine Schulen in Brugg oder Windisch finden, obwohl uns im Vorjahr noch an beiden Orten eine Klasse zugesagt hatte. Die Anfragen sind unverbindlich, daher ist das für uns kein Problem. Wir haben nun als Ersatz einfach die lokale Jungwacht in Windisch angefragt.»

Zahlreiche Anfragen

Auf Anfrage beim Schulleiter in Windisch sagt Martin De Boni: «Bei uns ist es so, dass die einzelnen Klassen selber entscheiden dürfen, ob sie bei einem solchen Projekt mitarbeiten wollen oder nicht. Ob jemand darauf reagiert hat oder nicht, entzieht sich bis heute meiner Kenntnis.» Auch in Brugg beteiligen sich keine Schulen mehr an der Verkaufsaktion. «Die Schulen sind in der Vorweihnachtszeit sehr aktiv mit verschiedensten Aktivitäten, die auch eine gewisse Vorbereitungszeit brauchen. Kurzfristige Sammelaktionen haben daher meist keinen Platz», so der Brugger Gesamtschulleiter Peter Merz.

Die Schule Brugg sei wohltätigen Aktionen gegenüber immer offen, aber die Anfragen seien so zahlreich, dass man sich unmöglich überall beteiligen könne, wenn man den eigentlichen Auftrag ernst nehmen wolle. Zudem sollen die Kinder nicht einfach nur als Verkäufer dienen. Aktionen, bei denen die Schüler aktiv und thematisch einbezogen werden können, geben die Möglichkeit, dass sich die Schüler auch im Unterricht mit dem Thema beschäftigen, wie beispielsweise bei der Sternenwoche der Unicef. Das sei dann ein Mehrwert für die Schule, so Peter Merz weiter.

Bereits im nächsten März startet Pro Juventute die nächste Verkaufsaktion. Ob in Zukunft zusätzlich zu den Schulen auch Kinder- und Jugendvereine angefragt werden, ist zurzeit noch unklar.

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