Brugg

Aufbruch im Lager der Atomgegner: Nach Mühleberg soll auch Beznau vom Netz

Heini Glauser (rechts) verteilt mit den anderen Atomgegnern vor dem Ensi Guetzli.

Heini Glauser (rechts) verteilt mit den anderen Atomgegnern vor dem Ensi Guetzli.

Zur Feier des Tages fand am Freitagmittag eine ausserordentliche Mahnwache vor dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) in Brugg statt. Der Anlass war die Abschaltung des AKW Mühleberg.

Bei der 1751. Mahnwache seit der Katastrophe in Fukushima vor acht Jahren verschenkten die Teilnehmer Selbstgebackenes an die Passanten. Die Lebkuchen wurden mit Schriftzügen wie «Stopp Beznau» aus Zuckerguss versehen. Neben den Gebäcken verteilten die 20 Versammelten Flyer mit einer stilisierten Figur des Gemäldes «Der Schrei» und der Botschaft «50 Jahre AKW Beznau» aus.

Unter den Versammelten herrschte fröhliche Stimmung. Sie zählten gemeinsam die letzten Sekunden bis zum Zeitpunkt, als das AKW Mühleberg nach 48 Jahren definitiv runtergefahren wurde. Heini Glauser, Organisator der Kundgebung, sagte: «Wir haben 200 Guetzlis gebacken für die Ensi-Mitarbeiter und für die Bevölkerung.» Glauser meinte, die Forderung ans Ensi sei weiterhin, die beiden nahe bei Brugg gelegenen Reaktoren in Beznau sobald wie möglich runterzufahren. (lsi)

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