Brugg

Auf der Suche nach Investoren: Stiftung Rotes Haus verfeinert Konzept

Hotel, Restaurant, Bar: Für Kauf und Modernisierung der ganzen Liegenschaft rechnet die Stiftung Rotes Haus Brugg mit mehreren Millionen Franken. Cm

Hotel, Restaurant, Bar: Für Kauf und Modernisierung der ganzen Liegenschaft rechnet die Stiftung Rotes Haus Brugg mit mehreren Millionen Franken. Cm

An ihrer Gesamtvision will die Stiftung Rotes Haus Brugg nicht rütteln. Die Suche nach Investoren läuft.

Das Ziel der Stiftung Rotes Haus Brugg steht fest: An zentraler Lage entstehen soll ein vielfältig nutzbarer sowie wirtschaftlich selbsttragender Ort der Begegnung. Einen grossen Teil der geschichtsträchtigen Liegenschaft konnte die Stiftung bereits erwerben: Hotel, Restaurant, Bar und eine Wohnung. Etappenweise möchte sie auch den Rest übernehmen und die Räumlichkeiten renovieren.

Präsentiert wurden die Pläne an einem rege besuchten Informations-Apéro Ende August. Für den Kauf und die Modernisierung wird mit mehreren Millionen Franken gerechnet, hiess es damals. Gefragt sind also Spenden, Schenkungen, Legate oder langfristige Darlehen.

Neue Homepage entsteht

Etwas mehr als anderthalb Monate sind seither vergangen. «Von vielen Leuten erhielten wir positive Rückmeldungen, sogar eine Bewerbung, in unserem Projekt mitzuarbeiten», sagt jetzt Stiftungsratspräsident Hans Keller. Konkrete Zahlen, wie viele Investoren gewonnen und wie viele Gelder schon zugesichert wurden, nennt er allerdings nicht, denn: «Der Anlass hat uns aufgezeigt, wie wichtig es für Investoren ist, genauere Angaben über den Bedarf und die Finanzierung zu erhalten. Daran arbeitet der Stiftungsrat», stellt er fest. Bei der Frage nach dem Zeitplan hält sich Keller ebenfalls bedeckt. «Da der Stiftungsrat ehrenamtlich arbeitet, braucht es seine Zeit.» Es gelte nun, das Konzept zu überarbeiten und zu konkretisieren. Überdies realisiert werde derzeit eine neue Homepage der Stiftung Rotes Haus Brugg. «Uns wurde durch den Anlass und die Rückmeldungen bewusst, dass Leidenschaft allein nicht reicht», sagt der Stiftungsratspräsident.

Trotzdem: «Wir sind in einem frühen Stadium bewusst nicht mit einem fixfertigen Konzept an die Öffentlichkeit getreten», fährt Keller fort. Der Stiftungsrat hoffe, dass sich viele Bruggerinnen und Brugger sowie Institutionen melden und Investoren werden wollen «bei diesem für die Stadt so bedeutungsvollen Projekt». Die Stiftung gehe auch von ihrer Seite aktiv auf mögliche Interessierte zu.

In drei Bereiche gegliedert

Bei ihrer Gesamtvision sieht der Stiftungsrat im Moment grundsätzlich keinen grösseren Änderungsbedarf, betont Keller. Zur Erinnerung: Die 2013 gegründete Stiftung Rotes Haus Brugg verfolgt nach eigenen Angaben gemeinnützige Ziele und will in erster Linie Menschen dienen.

Der Auftrag ist in drei Bereiche gegliedert: Erstens werden die Räume und Einrichtungen des Restaurants und Hotels gegen Miete zur Verfügung gestellt. Ins Konzept integriert werden soll auch der Stadtsaal. Zweitens, so der Auftrag der Stiftung, bieten das Hotel und das Restaurant unter dem Motto «Fit werden für den Arbeitsmarkt» einige Arbeitsplätze für Menschen an, die keine Ausbildung geniessen oder abschliessen konnten. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Wendepunkt werden begleitete Praktikumsplätze geschaffen, unter anderem im Bereich Hauswirtschaft. Und drittens schliesslich ist die 2009 ins Leben gerufene Heilbar im «Roten Haus» untergebracht. Durch niederschwellige Angebote wie Beratung, Coaching, Seelsorge, Massage und Schulungen sollen Menschen unterschiedlicher Herkunft aus schwierigen Situationen zurück zu Lebensfreude finden.

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