Brugger Schachen
Auf der Güseltour räumen sie den Dreck der anderen weg

Nach einem solch schönen Wochenende häuft sich der Abfall im Schachen – die az ist auf Güseltour dabei.

Janine Müller
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Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.
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Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.
Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.
Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.
Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.
Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.
Auf Güseltour im Brugger Schachen
Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.
Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.
Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.
Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.
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Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.
Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.
Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.
Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.

Auf Güseltour im Brugger Schachen Zivildienstleistende unterstützen in den Sommermonaten den Brugger Werkhof jeweils am Montag beim Abfallsammeln.

Janine Müller

Montagmorgen, 8.15 Uhr. Im Werkhof Brugg herrscht emsiges Treiben. Längst sind alle Mitarbeiter an der Arbeit. Seit den frühen Morgenstunden sind sie unterwegs. In der Stadt werden die Abfalleimer geleert und mit der Putzmaschine die Strassen und Trottoirs gefegt.

Am Anfang ihrer Aufräumtour stehen um diese Zeit die Zivildienstler Fabian Schärli und Luca Bürgi. Ihr Ziel an diesem Morgen: Die Schacheninsel, das beliebte Ausflugsziel für die Leute aus der Region an derart schönen Wochenenden, wie es das letzte war. Baden in der Aare, chillen, grillieren und Bier trinken – das geniessen viele. Und viele lassen dann ihren Abfall einfach liegen. Um der vielen Arbeit Herr zu werden, unterstützt creaNatira, eine Tochtergesellschaft von Pro Natura Aargau, den Werkdienst jeweils in den Sommermonaten am Montag mit zwei Zivildienstleistenden.

Mit dem orangefarbenen, zweirädrigen Anhänger, Zangen und Abfallsäcken machen sich diese auf den Weg. Schon auf dem Mülimattsteg beginnt das Einsammeln. Hier ein Zigarettenstummel, da ein Papierli. Nach dem Steg verschwinden Fabian und Luca im Gebüsch. Hier liegen Dosen, Flaschen und – wie überall – Zigarettenstummel. Dass sie den Dreck, den andere hinterlassen, aufräumen müssen, macht den jungen Männern nichts aus. «Es ist mal etwas anderes», findet Luca. «Ich selber habe erst wegen dieser Arbeit gemerkt, dass andere dies für uns täglich tun.»

Eine Sisyphus-Arbeit

Weiter geht es zur ersten Feuerstelle am Aareufer. Hier qualmt noch ein dickes Holzscheit vor sich hin. Beissender Rauch liegt in der Luft. «Heute sieht es nicht so schlimm aus», sagt Luca. Aber auch hier: überall Zigarettenstummel. Sie liegen vor allem rund um den Tisch auf dem Boden.

Die Feuerstelle oder der Kübel, wo die Zigarette entsorgt werden könnte, sind gar weit weg. «Ein solcher Platz wird niemals frei von Abfall sein», meint Fabian. «Es gibt immer Leute, die ihr Zeugs liegen lassen.» Güsel einzusammeln, ist eine Sisyphus-Arbeit. «Aber es ist immerhin etwas Sinnvolles, ein Dienst an der Gesellschaft», findet Fabian. «Die Zigi-Stummel regen aber schon auf, weil es mühsam ist, sie zusammenzuklauben. Vielleicht wäre es sinnvoll, hier einen Aschenbecher aufzustellen.»

So schön ist es an der Aare im Brugger Schachen
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Blick von der Mülimattsteg zwischen Brugger Schachen und dem Sportzentrum Mülimatt die Aare hinauf.
Am heissen Sonntag kühlen sich einige in der Aare ab, manche lassen sich flussabwärts treiben.
Im Naherholungsgebiet finden sich viele schattige Plätze, die zum Verweilen einladen.

So schön ist es an der Aare im Brugger Schachen

Philipp Zimmermann

Ideen und Vorschläge wie diese dürfen die Zivildienstler jeweils in ihrem täglichen Rapport niederschreiben. Dort merken sie auch an, ob beispielsweise viele Velofahrer das Fahrverbot missachtet haben.

Der Robidog ist vollgestopft

Weiter geht es auf der Tour entlang dem Aare-Ufer bis zur zweiten Feuerstelle. Einige Meter davon entfernt steht ein Robidog. Auf dem Boden davor stapelt sich der Müll. PET-Flaschen, Säcke mit Plastik-Besteck, Bierdosen und -flaschen. Eine Kartonkiste, gefüllt mit Flaschen, steht auf dem Abfallbehälter für Hundekot. «Irgendwie habe ich auch Verständnis dafür, wenn die Leute den Kehricht am Boden deponieren», sagt Luca. «Sie können ja nichts dafür, wenn der Abfallbehälter schon voll ist.» – «Sie könnten ja den Abfall mit nach Hause nehmen», entgegnet Fabian.

Beim nächsten Kübel liegt eine aufblasbare Luftmatratze am Boden. Viel Luft ist nicht mehr drin. Fabian klaubt sein Sackmesser hervor und macht kurzen Prozess. Nacht gut einer Stunde ist der Anhänger voll mit Abfall. Der modrig-süsse Geruch aus den Säcken lockt Wespen an. Zeit, die Ware im Werkhof zu entsorgen. Die Zivildienstler kippen den Abfall in einen grossen Container. Ein erster Teil ist geschafft, noch liegt aber einiges an Abfall im Schachen.