Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Brugg-Windisch setzt künftig auf Sonnenstrom. Eine Ausschreibung zeigt: Auf dem Gebäude 1 auf dem Campus – dort, wo das Mathematikzentrum untergebracht ist – soll ein Solarkraftwerk entstehen.

Die Gründe dafür sind vielfältig. «Die Entwicklung neuer, nachhaltiger Ansätze zur Energieversorgung ist eine grosse gesellschaftliche Herausforderung und der FHNW ein wichtiges Anliegen», sagt Sprecherin Johanna Cantz. «Ein Solarkraftwerk bietet grundsätzlich eine nachhaltige und damit zeitgemässe Energieversorgung.» Die Fachhochschule selber kann vom Solarkraftwerk profitieren. Die produzierte Energie wird nämlich von der FHNW selber genutzt werden. «Der Eigenverbrauchsanteil durch die FHNW wird zwischen 95% und 100% liegen», sagt Cantz.

Zudem soll das Solarkraftwerk auch in der Wissenschaft genutzt werden. So könne es zu Untersuchungs- und Forschungszwecken gebraucht werden, wie die Sprecherin bestätigt.

Strom für 31 Einfamilienhäuser

Die Modulfläche wird ca. 1400 Quadratmeter betragen und 840 Solarmodule umfassen. Rund 220 000 kWh pro Jahr dürfte das Solarkraftwerk produzieren. Zum Vergleich: Ein Einfamilienhaus mit drei Personen oder mehr verbraucht pro Jahr rund 7000 kWh. Mit dem produzierten Strom könnten also gut 31 Einfamilienhäuser versorgt werden.

Auf dem Campus-Areal gibt es bereits eine Solaranlage. Diese kleine Anlage wird auf dem Gebäude 4, wo die Pädagogik, Technik und Wirtschaft untergebracht ist, von der Axpo betrieben.

Gemäss Ausschreibung soll der Bau des neuen Solarkraftwerks Mitte November beginnen und per Ende Januar abgeschlossen sein. Den Zuschlag für den Bau hat die Planeco GmbH aus Arlesheim erhalten. Die regionale Energieversorgerin IBB beteiligt sich gemäss FHNW nicht am Projekt.