Windisch
Auf dem «Linde»-Areal im Ortskern entstehen Alterswohnungen

Für den Bereich in der Nähe der Klosterbauten von Königsfelden liegt ein Gestaltungsplan öffentlich auf. Dort sollen Wohnungen und Räume für Büro und Gewerbe entstehen.

Max Weyermann
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Das Areal Linde befindet sich im Zentrum in Windisch zwischen Zürcherstrasse und Lindhofstrasse. zvg

Das Areal Linde befindet sich im Zentrum in Windisch zwischen Zürcherstrasse und Lindhofstrasse. zvg

An der Ecke Zürcherstrasse/Lindhofstrasse in Windisch, wo sich einst das Restaurant Linde befand und wo heute eine Baulücke besteht, möchten die Besitzer des rund 3000 Quadratmeter messenden Areals nebst Wohnungen auch Räumlichkeiten für Gewerbe, Verkauf und Dienstleistung erstellen.

In der Kernzone K mit einer maximalen Ausnützungsziffer 1.2 sind Wohnen mit einem Anteil von mindestens 50 Prozent und mässig störendes Gewerbe möglich. In diesem sensiblen Bereich im Ortskern mit den historischen Klosterbauten von Königsfelden in der Nähe bestehen vorgängige Verpflichtungen. So muss ein grundeigentümerverbindlicher Gestaltungsplan vorliegen, welcher öffentlich aufgelegt wird und nach der definitiven Fassung die Bewilligung von Gemeinderat und Kanton benötigt.

Testplanung durchgeführt

Der Gestaltungsplan, welcher auch die Sondernutzungsvorschriften enthält, hat laut kantonalem Baugesetz zum Ziel, ein Gebiet architektonisch gut auf die bauliche und landschaftliche Umgebung sowie die Wohnbedürfnisse der Bevölkerung abzustimmen, den Boden haushälterisch zu nutzen und eine angemessene Ausstattung mit Anlagen für die Erschliessung und Erholung sicherzustellen.

Vizeammann Rosi Magon, Vorsteherin des Ressorts Kommunale Planung, Barbara Gloor von der Metron Raumentwicklung AG in Brugg sowie die beteiligten Landbesitzer und Planer stellten im Rahmen einer Informationsveranstaltung den Gestaltungsplan und die ins Auge gefassten Projekte vor. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen muss der rechtsgültige Gestaltungsplan «Linde-Sonne» von 1995 durch eine neue, unter anderem flächenmässig reduzierte Version ersetzt werden. Eine mit drei Architekturbüros durchgeführte Testplanung zeigte Überbauungsmöglichkeiten als Grundlage für die Erarbeitung des Gestaltungsplanes «Linde». Entwicklungsrichtlinien resultieren jedoch für den gesamten Perimeter «Linde-Sonne», unter Einbezug des östlich gelegenen Areals der «Sonne»-Wirtefamilie Fricker, das wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls bebaut werden dürfte.

Konkret war zu erfahren, dass die in Baden domizilierte Avadis-Sammelstiftung auf ihrem westlich (zur Lindhofstrasse hin) situierten Landstück des Teilareals «Linde» – in unmittelbarer Nähe zum Altersheim – ein Gebäude mit voraussichtlich 28 Seniorenwohnungen erstellen möchte.

Neues Töff-Geschäft

Auf dem östlichen Abschnitt befindet sich die Liegenschaft von Max Urech mit dessen Motocenter. Er hat vor, in einem ersten Schritt das im Osten seines Grundstücks gelegene Gebäude durch einen Neubau mit sechs Wohnungen zu ersetzen. Anstelle des näher an der Zürcherstrasse stehenden Hauptgebäudes soll zu einem späteren Zeitpunkt ein weiterer Neubau mit Verkaufsgeschäft, Motorrad-Werkstatt und zwei bis drei Wohnungen folgen und die Liegenschaft zu einem einzigen Komplex vereinigen. Es ist anzunehmen, dass die Besitzer die maximal erlaubte Gebäudehöhe von 15 Metern mit dem Bau von vier Geschossen plus Attikas ausnützen, sodass sich eine markante Häuserzeile ergeben wird.

Die Erschliessung des westlichen Teils ist via Lindhofstrasse vorgesehen, jene des östlichen Teils ab Zürcherstrasse. Nebst ober- und unterirdischem Parking gehört auch eine hochwertige Aussenraumgestaltung für die Bewohnerschaft dazu. Wenn die Genehmigungen des Gestaltungsplans durch den Gemeinderat und das kantonale Baudepartement wie erhofft Mitte 2015 vorliegen, könnten anschliessend die Baugesuche eingereicht werden. Falls alles gut läuft, rechnen die Besitzer mit der Fertigstellung der geplanten Liegenschaften bis 2017.

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