Auenstein
«Auf dem Gislibike möchten wir unbeschwert biken»

Am Samstag testeten 20 Biker den neuen Trail in Auenstein. Regionale Clubs haben an der Umsetzung mitgeholfen. Ammann Christoph Wasser möchte nicht, dass der Ort zu einem Bike-Mekka wird.

Irene Hung-König
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Einweihung von Gilisbike im Auensteiner Wald
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Die Biker nehmen die Abfahrt auf dem rutschigen Laub in Angriff
Gemeindeschreiber Jürg Lanz ist auf einer der sechs zugelassenen Bike-Strecken unterwegs
Eine Pause, um den Durst zu löschen, muss sein IHK

Einweihung von Gilisbike im Auensteiner Wald

Irene Hung-König

Top ausgerüstet standen die Biker neben dem Schützenhaus und warteten auf den Startschuss. Ein Rennen gab es zur Einweihung des Gislibike keines. Dennoch legten sich die Fahrerinnen und Fahrer ins Zeug, um die neuen, zusammenhängenden Mountainbike-Wege im Auensteiner Wald abzufahren.

«Wir nehmen die nicht so stark befahrenen Strecken. Wem es zu langsam ist, kann überholen», sagte Gemeinderat Ernst Joho. Eine halbe Stunde später war die Gruppe geschlossen im Wald anzutreffen, ehe sie sich einen steilen Abhang hinunterwagte. Die einen schneller, die anderen vorsichtiger. Das feuchte Laub war für sie ein Schwierigkeitsgrad.

Gemeindeammann Christoph Wasser hatte zuvor in seiner Rede darauf hingewiesen, dass mit dem Projekt «Gislibike» kein Bike-Mekka angestrebt worden sei. «Wir wollten ein zusammenhängendes Bike-Netz, um die Fahrerinnen und Fahrer zu kanalisieren.» Die abseits von Waldwegen gelegenen Bike-Trails wollte man auf öffentlichem Grund ansiedeln. «Dies ist bis auf ein Teilstück gelungen, mit dem Privatbesitzer wurden wir uns einig», sagte Christioph Wasser.

Anspruchsvolle Strecke

Auf dem Gratweg über die Gisliflue dürfen die Biker nicht fahren, eine Strecke ist nun etwas unterhalb des Grats entstanden: «Diese Strecke ist anspruchsvoll», meinte Gemeindeschreiber Jürg Lanz nach der Testfahrt. «Ich bin sicher, dass man damit über eine Alternative verfügt, für solche, die den Kick suchen.» Sie hätten auch Wanderer getroffen und wären gut aneinander vorbeigekommen, sagte er.

Jagdaufseher Paul Scherrer erhofft sich mit den neu markierten Bike-Wegen einen besseren Schutz der Wildtiere. Am Samstag zeigte er ein Foto, worauf ein Biker einfach durch eine Futterstelle für Wildschweine fährt. Paolo Soncin vom Velo Bike-Club Rupperswil zeigte sich zufrieden: «Wir möchten unbeschwert biken können und dies ohne Probleme mit Jägern oder Wanderern. Jetzt hat es gute Verbindungswege.»

Der Velo Bike-Club Rupperswil hat nebst anderen regionalen Clubs an der Umsetzung des Bike-Trails mitgeholfen. «Es ist toll, nach Feierabend eine Runde im Wald zu drehen», sagte ein Biker. Doch leider gebe es eben immer schwarze Schafe, welche die Abhänge hinunter blochen.