Auenstein
Junges Kleiderlabel Beeyond belegt den 2. Platz bei Nachhaltigkeits-Wettbewerb

Ende April nahm Beeyond am virtuellen Anlass vor 3600 Zuschauenden teil. Ursprünglich war die Marke ein Studentenprojekt.

Maja Reznicek
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Gründer Fabian Zbinden (rechts) und Giacomo Travaglione.

Gründer Fabian Zbinden (rechts) und Giacomo Travaglione.

Bild: zvg

Beim diesjährigen Un-Dress Fashion Award trat das Label Beeyond gegen nachhaltige Marken aus dem Slow-Fashion-Bereich an. Im Rahmen des Awards des St. Galler Univereins Oikos fand am 21. April 2021 eine digitale Fashionshow mit 3600 Zuschauenden statt. Für die Teilnehmenden winkte ein attraktiver Preis, wie es in einer Medienmitteilung heisst:

«Der Gewinner darf seine Kollektion zwei Wochen lang im PKZ-Store an der Bahnhofsstrasse in Zürich verkaufen und wird unter anderem im Faces-Magazin porträtiert.»

Gäste, Influencer, Keynote-Speaker und fünf Jurymitglieder mit professionellem Hintergrund aus der Mode- und Lifestyle-Branche begleiteten durch den Online-Anlass.

Beeyond gelang es, unter den 12 Finalisten mit dem 2. Platz ausgezeichnet zu werden. Bereits im letzten Jahr wurde das Start-up an der Swiss Startup Challenge sowie an der Swiss Student Sustainability Challenge prämiert. Besonders grossen Anklang habe das nachhaltige Design bei dem diesjährigen Publikum gefunden: Mit über 750 und damit 20 Prozent aller abgegebenen Stimmen holte sich das Auensteiner Label am Event den 1. Platz in der Kategorie «Public Voting». Damit wurde es zur Gewinnerin der Herzen gekürt.

Die Prämierung ist eine Bestätigung für die beiden Gründer

Angefangen als Studentenprojekt lassen die Geschäftspartner Fabian Zbinden und Giacomo Travaglione in der Türkei und in Portugal nachhaltige und faire Kleider produzieren (AZ berichtete). Das Unternehmen hinter der Marke ist die Swarm Movement GmbH, welche im Jahr 2019 durch die beiden Partner gegründet wurde.

Fabian Zbinden (l.) und Giacomo Travaglione gewannen den dritten Platz an der Swiss Startup Challenge 2020.

Fabian Zbinden (l.) und Giacomo Travaglione gewannen den dritten Platz an der Swiss Startup Challenge 2020.

Bild: zvg

Die Rohstoffe für die Socken, T-Shirts, Sweater und Mützen für Frauen sowie Männer stammen dabei alle aus Europa. Wer ein Kleidungsstück von Beeyond kauft, spendet automatisch fünf Prozent des Kaufpreises für ein Bienenprojekt. Dafür arbeitet das Label mit «Bienenschweiz – Imkerverband der deutschen und rätoromanischen Schweiz» zusammen. Man wolle «das Bewusstsein für die Herausforderungen der Bienen steigern, deren Stellenwert in der Biodiversität sowie im Leben aufzeigen und gleichzeitig nachhaltige, lokal und fair hergestellte Mode anbieten», heisst es in der Mitteilung.

Auch wenn die beiden jungen Firmengründer den grossen Preis am Un-Dress Fashion Award 2021 knapp verpasst haben, zeigen sie sich positiv:

«Wir sind von diesen Ergebnissen überwältigt und freuen uns riesig, zu sehen, dass die Herausforderungen unserer Bienen sowie die Auswirkungen der schmutzigen Fast-Fashion-Industrie immer kritischer hinterfragt werden. Wir sehen diese Prämierung als eine weitere Bestätigung, dass wir mit Beeyond die richtige Vision verfolgen: nachhaltige Streetwear, die Bienen rettet.»

Sie seien ebenso dankbar für das «grossartige und ehrliche» Feedback der Jury. Beeyond werde auch im nächsten Jahr wieder beim Un-Dress Fashion Award dabei sein.