Brugg
Auch vor der Konzertbühne ging es beim Lauschallee-Openair heftig ab

Vier Bands unterhielten am Lauschallee-Open-Air neben dem Piccadilly. Saxofon-Einlagen und Trompeten-Klänge der achtköpfigen Band aus der Region «Hier spricht Paul» liessen das Publikum an Soul, Funk und Rhythm and Blues teilhaben

Barbara Scherer
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Trompeten Töne dürfen im Soul Sound nicht fehlen
12 Bilder
Hier spricht Paul und der Pianist Michael Baumgartner
Eine kräftige Soulstimme gemischt mit Funk
Tiefe Töne vom Kontrabass
Hier spricht Paul ist aus der Region
Feurige Beats aus Kolumbien lassen das Publikum tanzen
Doctor Krapula die Kolumbische Band heizt ein
Die schmalzige Elvislocke darf bei einer Rockabilly Band nicht fehlen
Baseball Bat Boogie Bastards die Roackabilly Band aus Bern
Die kolumbische Band Doctor Krapula rockt ab
Der Drummer der Baseball Bat Boogie Bastards gibt Gas
Bilder vom Lauschallee-Open-Air in Brugg

Trompeten Töne dürfen im Soul Sound nicht fehlen

Barbara Scherrer

Die Boxen vibrierten heftig bei den Gitarrensolos. Diese zogen die Menschen an beiden Jugendfestabenden zum Piccadilly, wo je vier Bands für Unterhaltung sorgten. Saxofon-Einlagen und Trompeten-Klänge der achtköpfigen Band aus der Region «Hier spricht Paul» liessen das Publikum an sinnlichem Soul, frechem Funk und R 'n' B teilhaben.

«Diese Musik hat eine Tradition. Man drückt Emotionen damit aus», sagt Michael Baumgartner, der Pianist und Songwriter. In den Liedern geht es stets um Hoffnung, gewonnene oder verlorene Liebe und Freundschaft. Doch hinter den Liedern versteckt Baumgartner eine Geschichte, die Stücke haben einen Zusammenhang, sodass eine Story entsteht. «Damit muss man nicht jedes Lied von Grund auf neu erfinden, es entwickelt sich eins aus dem anderen», erklärt Baumgartner sein Konzept. Bisher konnte die junge Band noch nicht an vielen Konzerten auftreten. Einige Mitglieder haben aber bereits viel Bühnenerfahrung in anderen Bands gesammelt.

«Man lernt jedes Jahr wieder etwas dazu»

Wie es am Jugendfest Brugg zu- und hergeht, weiss Michael Baumgartner genau. Er erinnere sich ans Lauschallee-Open-Air zu seiner Schulzeit. «Die Lauschallee ist klein, aber fein», sagt er. Die Konzertbühne, die zum neunten Mal Bands einlud, wird von Mitgliedern des Jugendhauses Piccadilly organisiert. Dominik Graf, Zuständiger für die Bands, erzählt: «Man lernt jedes Jahr wieder etwas Neues dazu.»

So gab es dieses Jahr zum ersten Mal zwei Bars, die rege benutzt wurden. «Im Team kannten wir die eine oder andere Band bereits», sagt Graf. Die erste Band, «One Sentence» aus Baden, stimmte mit Indie Pop den Abend ein. Gefolgt von der Berner Rockabilly-Band «Baseball Bat Boogie Bastards», die dem Publikum mit Rock einheizte.

«Doctor Krapula», Latinrock

Nachdem der letzte Ton von der Lauschallee-Bühne gekommen war, verliessen die meisten Zuschauer den Ort - das Feuerwerk hatte begonnen. Eine halbe Stunde erhellten die Lichter den Brugger Himmel. Kurz vor Mitternacht wurde es nochmals laut vor dem Pic. Südamerikanischer Latinrock heizte dem Publikum ein. Die kolumbianische Band «Doctor Krapula» regte zum Tanzen an. Hitzig und mit vollem Körpereinsatz animierte der Sänger das Publikum. Weil er nur Spanisch spricht, übersetzte der Gitarrist zwischen den Songs auf Englisch und sorgte da und dort für ein Lächeln im Publikum.

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