Region Brugg

Auch Menschen mit einer Behinderung wollen ihren Körper fit behalten

Harry Süss ist Vereinskassier.

Harry Süss ist Vereinskassier.

Harry Süss vom Behindertensport erzählt, in welchen Angeboten sich die Jungen austoben und welche Kurse eher die älteren Semester bevorzugen. Weiter sagt er, welcher nationale Sportanlass im Jubiläumsjahr vor der Tür steht.

Die meisten Menschen haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Bei einigen ist er stärker, bei anderen weniger stark ausgeprägt. Bei behinderten Personen ist das nicht anders.

Der Verein Behindertensport Region Brugg bietet dafür Menschen mit Behinderungen seit 40 Jahren ein ausgewogenes Sportprogramm an. Im August wird dann gross gefeiert. In welchem Rahmen, will der Kassier Harry Süss noch nicht verraten.

Aber er erzählt, was die Ziele des Vereins sind: «Wir wollen ein Freizeitangebot für körperlich, lern- und geistig Behinderte anbieten.» Es wird Raum geschaffen, um soziale Kontakte zu pflegen und unter sich zu sein.

Zudem ist der Aspekt von Fitness und Bewegung zentral.» Der Verein ist Mitglied des Dachverbandes Plu-Sport, Behindertensport Schweiz und des kantonalen Verbandes Plusport Behindertensport Aargau.

Mit wenig Geld zu vielen Angeboten

Nicht wie andere Vereine organisieren sich die Brugger Behindertensportler in losen Semesterkursen. «Man bezahlt als Aktivmitglied einen Jahresbeitrag von 60 Franken und erhält dafür Zugang zu allen Sportkursen», so Süss.

Zurzeit turnen und schwimmen bei den Behindertensportlern der Region Brugg etwa 90 Aktive plus Kursleiter, Assistenten, Helfer und Vorstandsmitglieder.

Angeboten wird Schwimmen im Hallenbad, Wassergymnastik, Turnen und Unihockey. Es existieren keinerlei Altersgrenzen. «Zu uns kommen 15-Jährige wie auch Menschen über 70», fasst der Kassier die Altersspanne zusammen. «Wobei die Jüngeren sich eher schwimmend austoben und die älteren Semester es gemütlicher nehmen», fügt er schmunzelnd an.

Ein reges Vereinsleben

Gegründet wurde der Verein 1974. «Es war die Zeit, als die Behinderten einer Region begannen, sich zusammenzuschliessen, um gemeinsam Sport zu treiben – so auch wir», sagt Süss. Zu Beginn wären es aber nur körperlich Behinderte gewesen, die mitgeturnt hatten, erzählt er.

Und sagt weiter: «1987 kamen dann Bewohner aus den Wohngruppen der Stiftung Domino dazu, ab da waren auch geistig Behinderte mit dabei.» Die Leitung der Kurse bedarf einer speziellen Ausbildung. So stehen den Sportgruppen qualifizierte Behindertensportlehrer vor.

Der Verein nimmt regelmässig an Behindertensport-Wettkämpfen teil. Zudem unternimmt er externe Ausflüge und führt Vereinsanlässe durch. So steht das nächste grössere Ereignis am 10. Mai an: das nationale Unihockeyturnier in der Chapf-Turnhalle in Windisch.

Dieser Sportanlass findet alle zwei Jahre statt und wird von den Behindertensportlern Brugg organisiert. Es werden 18 Teams aus der ganzen Deutschschweiz erwartet.

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