Trotz unsicherer finanzieller Zukunft schlägt der Stadtrat dem Einwohnerrat vor, den Steuerfuss im 2012 bei 95 Prozent zu belassen. Eigentlich müsste die Stadt zusätzliche Mittel generieren, um den Fehlbetrag von satten 3,5 Millionen Franken zu kompensieren. «Wir möchten aber jetzt noch nicht mit einem Antrag zur Erhöhung vors Volk, ohne auch ein sorgfältig vorbereitetes Sparpaket unterbreiten zu können», sagt Stadtammann Daniel Moser. Momentan reichen die Eigenmitel in Brugg noch aus, um den Fehlbetrag zu decken.

Sparpaket in Arbeit

Finanzchef Martin Wehrli ergänzt und wagt einen Ausblick ins Jahr 2013: «Wenn wir davon ausgehen, dass dann nichts Unvorhergesehenes in die Rechnung einfliessen muss, würden wir wohl etwa 5 Prozentpunkte anheben müssen. Das wären dann rund 1,2 Millionen Franken, aber eben: Denselben Betrag würden wir nochmals auf der Ausgabenseite einsparen müssen.» Ein solches Sparpaket befinde sich gerade in Arbeit, so Daniel Moser.

Am 21.Oktober stimmt der Einwohnerrat über die Vorlage ab. Der Stadtrat geht davon aus, dass dieser den unveränderten Steuerfuss akzeptiere.

Kantonale Spitalgelder belasten

Wie andere Gemeinden, so hat auch die Stadt Brugg vor allem unter der Neuordnung der Spital- und Pflegefinanzierung zu leiden. Der Stadtrat rechnet damit, dass Brugg im kommenden Jahr um die Hälfte mehr Geld ausgeben wird für die «Spitäler» als in diesem Jahr. Das macht insgesamt rund 4 Millionen Franken aus. Grössere Investitionen sind für die Stadt erst ab 2013 vorgesehen.