Birr
Auch Hippies und Senftuben liefen beim Brötliexamen mit

Das Brötliexamen hatte die vier Jahreszeiten zum Thema – die Eigenämter Schülerschar liess die Fantasie walten.

Irene Hung-König
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Brötliexamen 2016
38 Bilder
So macht der Umzug natürlich auch Spass.
So lässt sich das Publikum am besten beobachten.
Was, wenn die Wurst echt wäre...
Wann der Frühling wol kommen mag...
Sogar die erlegten Tiere müssen vor dem Regen geschützt werden.
Starke Männer braucht das Land.
Sie zeigen die Pil-Vielfalt.
Schüler nach erfolgreicher Jagd.
Hier kommt ein ganze Vogelschwarm.
Gut getarnt sind diese Schüler dabei.
Sie haben Lust auf Frühling.
Sie tragen den Regen mit sich.
Schneesterne aus Birrhard.
In der Gärtnerei Herry füllt sich die Giesskanne fast von alleine.
Gelbe Vögel mit roten Schnäbeln.
Hauptsache bunt...
Herbst - die Blätter fallen.
Es fehlt nicht mehr viel und sie könnten die Skis anziehen.
Dieser Mai-Baum ist nicht zu übersehen.
Eselsdame Caroline kam mit Kliby als Überraschungsgast an die Morgenfeier.
Der Umzug führt von Lupfig nach Birr.
Diese Mützen sind ganz praktisch.
Diese Gärtner würden sich bestimmt über trockene Witterung freuen.
Ein Schirm ist immer gut.
Die Zaungäste stehen zusammen und schützen sich vor dem Regen.
Die vier Jahreszeiten waren das Motto des diesjährigen Brötliexamens.
Auf zum Bräteln.
Die Musikgesellschaft sorgt für den feierlichen Rahmen.
Die Musik darf nicht fehlen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht kommt die Sonne ja doch noch.
Das Publikum lauscht den Überraschungsgästen.
Damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet.
Der Umzug gehört zum Höhepunkt des Schuljahrs.
Als Zwergen dabei.
Brötliexamen sorgt für gute Laune.
Als Hippies unterwegs.
Auf zur Jagd.

Brötliexamen 2016

Alex Spichale

Die ausführende Gemeinde Birrhard traf mit ihrem Motto «Frühling, Sommer, Herbst und Winter» den Nagel auf den Kopf. Tatsächlich fühlte man sich an diesem nasskalten 1.-Mai-Morgen in den Winter zurückversetzt. Nicht nur die Kinder marschierten teilweise mit Winterstiefeln und Daunenjacken am Umzug mit, auch die zahlreichen Gäste standen in Winterkleidern und mit Regenschirm ausgestattet am Strassenrand.

Die Musikanten der Feldmusik Lupfig und der Musikgesellschaft Schinznach-Dorf waren vorbereitet: Sie hatten ihre Klarinetten und Querflöten mit «Regenmäntelchen» umhüllt. «Es hat auch schon mal geschneit», sagte eine Frau. «Damals fand das Brötliexamen aber noch vor den Frühlingsferien statt, als auch das Schuljahr im Frühling endete.»

Seit geraumer Zeit ist es der erste Sonntag im Mai, den die vier Eigenämter Gemeinden Lupfig, Scherz, Birrhard und Birr mit ihrem Brötliexamen feiern. Es ist ein Kinderfest, einem Jugendfest ähnlich. Brötliexamen deshalb, weil nach der Schlussfeier jeweils Brote an die Schülerinnen und Schüler verteilt werden.

Birrer spüren den Frühling

Im Turnus wird mit der Organisation unter den Gemeinden abgewechselt. Birrhard organisierte diesmal und liess die Primarschüler als Winterboten die Umzugsroute vom Haus Eigenamt bis zum Birrer Schulhausplatz ablaufen. Als Schneemänner mit übergrossen, selbst gemachten Schneesternen winkten die Kinder den Gästen zu.

«Lust auf Frühling? Wir auch!» stand da in grossen Lettern der Birrer Schülerinnen und Schüler geschrieben. Sie präsentierten sich farbenprächtig als Hippies. In einem mit Blumen verzierten «Hippie-Bus» wurden die Jüngeren herumchauffiert. Zwei Jungs fuhren auf ihrem Tandem im Umzug mit. Schön anzusehen, waren auch die kleinen Gärtner mit Strohhüten und grünen Schürzen, die gelben Vögel mit ihren roten Schnäbeln oder die 1.-MaiBäume.

Die Lupfiger Kindergärtler und Schüler stellten den Herbst dar: Regenschirme mit grossen, blauen Tropfen und gruslige Halloween-Gesichter mit Kürbissen auf der Brust waren da zu sehen. Die Scherzer marschierten mit übergrossen Bratwürsten mit. Die Lehrerschaft hatte sich hierfür extra als Senftuben verkleidet.

Nach dem Umzug versammelten sich die Festgemeinden auf dem Birrer Schulhausplatz. Sarah Keller, Schulpflegepräsidentin Birrhard, kündigte als Überraschungsgast Bauchredner Kliby mit seiner Eselspuppe Caroline an.

Kinder amüsieren köstlich

Im unverkennbaren Thurgauer Dialekt begrüsste Caroline die lieben «Schnudergoofe», um sogleich von Kliby gemassregelt zu werden. Vor allem die jüngeren Kinder lachten lauthals über die Spässe. Für das Lied «Frère Jacques» holte Kliby die Schülerinnen Deborah und Nora auf die Bühne. Die beiden Mädchen sangen «Frère Jacques, frère Jacques, dormez-vous?» und Caroline sang: «du dumme Kuh». Als Dank für seinen Auftritt sangen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam das Lied «Die Jahresuhr».

Sarah Keller spielte in ihrer Rede auf das «Lachen» an. «Beim Lachen sind über 100 Muskeln aktiv. Wir haben heute unser Fitnessprogramm also schon erledigt», erklärte sie. «Kinder lachen 400-mal täglich, wir Erwachsenen nur 15-mal. Da könnten wir unseren Jüngsten etwas abschauen», fand die Schulpflegepräsidentin aus Birrhard.

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