Gegen das Urteil hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt und so kam der Fall vor das Obergericht. Nun wurde der Angeklagte auch in der zweiten Instanz freigesprochen. Die Aussagen der Tochter des Pfarrers seien höchst zweifelhaft, heisst es im Urteil des Obergerichts.

Die Anklägerin leide, laut Gutachten, an der Persönlichkeitsstörung Borderline. Niemand in ihrem Umfeld habe von den angeblichen Missbräuchen etwas mitbekommen. Es blieben also, so das Obergericht, nur die nicht sehr glaubhaften Aussagen der Klägerin. Deshalb ist das Urteil im Zweifel für den Angeklagten entschieden worden. Die Verfahrenskosten werden auf die Staatskasse genommen. (cru)