Atommüll
Atommüll im Bözberg: Sicher ist nur das Risiko

Der Bözberg sei als Standort für ein Atommülllager aufgrund geologischer Gegebenheiten nicht geeignet, so die Organisation «Kein Atommüll im Bözberg» (Kaib). Das Lager gehöre auch nicht in die Naturlandschaft des Juraparks.

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Kaib wehrt sich gegen ein mögliches Atommülllager im Bözberg.

Kaib wehrt sich gegen ein mögliches Atommülllager im Bözberg.

Chris Iseli/ AZ

Der Bözberg sei als Standort für ein Atommülllager aufgrund geologischer Gegebenheiten nicht geeignet, schreibt die Organisation «Kein Atommüll im Bözberg» (Kaib) in einer Mitteilung.

Grund für diese Äusserungen ist gemäss Kaib die Tatsache, dass der Bözberg in einer grossen, tektonischen Störungszone liege und «aggressives Wasser» führe.

Der Geologe Walter Wildi bezeichnete kürzlich in einem Memorandum die möglichen Aargauer Atommüll-Standorte Bözberg und Lägern Nord aus geologischen Gründen als ungeeignet für ein Tiefenlager und skizzierte die Risiken.

Gemäss Wildi sei das Wirtsgestein Opalinuston in diesem Gebiet möglicherweise derart deformiert, dass es nicht infrage komme für ein Atommülllager. Die möglichen Standorte befinden sich über dem 1983 entdeckten Permokarbontrog.

Daraus ergeben sich gravierende geologische Risiken – insbesondere auch dann, wenn die fossilen Ressourcen (Kohle und Gas) eines Tages ausgebeutet werden sollten.

Beim Bözberg seien gemäss Kaib zusätzlich sicherheitsrelevante Probleme mit Wasser bekannt. Beim Bau von Tunnels im Bereich Bözberg entstanden Probleme mit stark mineralisiertem und auf die Bausubstanz aggressiv wirkendem Bergwasser (mit hohem Anteil an Tiefengrundwasser).

Das beim Bauvortrieb aufgetretene Wasser verursachte durch seine Aggressivität auf Beton und seine korrosive Wirkung auf Metalle diverse Bauwerk-Schäden, so Kaib. (az)

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