Brugg-Windisch
Atomkraftgegner sind an der 600. Mahnwache beim Nuklearinspektorat

Mehrere Dutzend Atomkraftgegner haben sich drei Jahre nach der Katastrophe von Fukushima vor dem Sitz des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi) und auf dem Campus-Areal in Brugg-Windisch zur 600. Mahnwache versammelt.

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Die Aktivisten fordern die sofortige Stilllegung der Atomkraftwerke Beznau und Mühleberg.

Die Aktivisten fordern die sofortige Stilllegung der Atomkraftwerke Beznau und Mühleberg.

Michael Hunziker

Mit Fahnen und Transparenten – und unterstützt von Alphornklängen – machten sie auf ihre Forderung aufmerksam: die sofortige Stilllegung der Atomkraftwerke Beznau und Mühleberg. Sie betonten, dass sie auch in Zukunft nicht lockerlassen. Die Mahnwachen seien nach wie vor wichtig.

Als spezieller Gast begrüsst wurde Yoko Shimo, eine in der Schweiz lebende Japanerin, die sich gegen die Wiederinbetriebnahme der japanischen Atomkraftwerke einsetzt. Die Tragödie liesse sich nicht mehr rückgängig machen, stellte sie fest. Aber die Menschen könnten lernen. Die Schweiz müsse zum atomfreien Land werden, bevor ein Unfall passiere.

Peter Wettler aus Dietikon pflichtete diesen Aussagen bei: Für ihn sei eine Welt zusammengebrochen, als es in der vermeintlich sicheren Anlage in Japan zum Unglück gekommen sei. Je schneller die Atomkraftwerke abgeschaltet würden, desto besser. (mhu)