Die Mehrzweckhalle der Kaserne Brugg wird den heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht: Die Haustechnik ist veraltet, die Bausubstanz ist in einem schlechten Zustand. Das Gebäude mit Baujahr 1975 muss deshalb umfassend erneuert werden.

Vorgesehen ist, die Statik so zu ergänzen, dass die Halle den gesetzlichen Vorgaben genügt, insbesondere in den Bereichen Wind- und Schneelast sowie Erdbebensicherheit, erklärt Kaj-Gunnar Sievert von der Armasuisse, die für die Immobilien der Armee zuständig ist. «Die Gebäudehülle wird nach den Vorgaben des Minergie-Standards energetisch saniert. Dazu werden Dach und Fassade rückgebaut, zusätzlich gedämmt und mit neuen Oberflächen gestaltet», sagt Sievert. «Ebenso werden die Fenster und die Beschattungsanlage ersetzt. Zusätzlich wird neu die komplette Dachfläche mittels Photovoltaik zur Stromgewinnung genutzt.»

Kleingarderobe im Obergeschoss

Weiter vorgenommen werden Anpassungen bei den technischen Installationen oder beim Brandschutz und umgesetzt werden die Vorgaben des Bundesamts für Sport bezüglich Sporthallen. Geplant ist im Obergeschoss überdies eine Kleingarderobe mit Dusche sowie – im Hallenbereich – ein Materialraum für die Vereine.

Angestrebt wird mit der Erneuerung, fährt Sievert fort, eine haushälterische Nutzung der vorhandenen Ressourcen sowie eine kostenbewusste und nachhaltige Gesamtlösung. Die Mehrzweckhalle soll in der Folge während der nächsten 25 Jahre ohne weitere Investitionen betrieben werden können.

Die eigentliche Sportfläche in der Halle misst 1120 Quadratmeter. Direkt angeschlossen sind der Geräteraum sowie der separate Materialraum für die Vereine. Im 1. Obergeschoss verfügt das Gebäude über zwei Garderoben mit Duschen und WC-Anlagen. Im 2. Obergeschoss befindet sich der Technikraum.

Auch im Auschachen wird gebaut

Für die Gesamtsanierung gerechnet wird mit Kosten von 5,8 Mio. Franken. Ein äquivalenter Neubau hätte im Vergleich 7,1 Mio. Franken gekostet, sagt Sievert. Die Baubewilligung liegt vor und die Arbeiten beginnen am 2. Mai. Bis Ende Februar 2017 sollen sie abgeschlossen sein. Die Platzverhältnisse auf dem Areal sind eng und der Betrieb der Kaserne selber darf durch die Hallensanierung nicht gestört werden, antwortet Sievert auf die Frage nach den Herausforderungen. «Zudem ist die Sanierung einem engen Terminplan unterworfen, um die Sperrung der Halle so kurz wie möglich zu halten.»

Das Gebäude wird auch in Zukunft als Mehrzweckhalle genutzt. In erster Linie durchgeführt werden die Sportlektionen der Angehörigen der Armee in der Basisausbildung nahe den Unterkünften. Auch stehen die Räumlichkeiten – in den Randstunden – den lokalen Vereinen zur Verfügung.

Die Gesamtsanierung der Mehrzweckhalle ist nicht die einzige Investition der Armee am Standort Brugg. Ebenfalls in diesem Jahr startet der Neubau der Ausbildungs-/Einstellhalle für das Unterstützungsbrückensystem auf dem Areal Auschachen. Die Erneuerung des Dufourhauses an der Zurzacherstrasse soll in den nächsten drei bis vier Jahren erfolgen. «Hier befinden wir uns in der Planungsphase», hält Sievert fest.