Brugg/Windisch

Argumente nur vorgeschoben: SVP-Ortsparteien kritisieren Oase-Gegner scharf

Das Brugger Gewerbe ist auf eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur angewiesen.

Das Brugger Gewerbe ist auf eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur angewiesen.

In einer gemeinsamen Medienmitteilung kritisieren die SVP-Ortsparteien Brugg und Windisch die Gegner des Regionalen Gesamtverkehrskonzepts Ostaargau (Oase). Es ginge nur um die Verhinderung von Strassenbauprojekten, so die SVP-Vertreter.

Unterschrieben ist die Mitteilung unter anderen von den beiden Präsidenten Fabian Schütz (Windisch) und Stefan Baumann (Brugg). «Die Kritiker verweisen dabei auf Punkte, die beim aktuellen Stand des Projekts noch nicht fixiert werden – Stichwort Tunnellänge – oder sie beklagen eine angebliche Hinterzimmerpolitik des Gemeinderats, obwohl der Prozess korrekt abläuft», heisst es. Und: Das verständliche Anliegen um eine Verlängerung des Tunnels werde in einer späteren Projektphase unter Einbezug aller Anspruchsgruppen geprüft.

Die SVP-Ortsparteien werfen den Oase-Gegner vor, dass ihre Argumente nur vorgeschoben seien. «Um was es tatsächlich geht, ist eine vollständige Verhinderung von jeglichen Strassenbauprojekten.» Dabei würde die Bevölkerungsprognose in den nächsten zehn Jahren ein Bevölkerungswachstum von 2000 Personen im Raum Brugg-Windisch vorsehen. «Verkehrsinfrastruktur und Wohnraum müssen mit diesem Wachstum Schritt halten», stellten die SVP-Vertreter fest.

Verhinderungspolitik von Lokalpolitikern

Das lokale Gewerbe, die Zulieferer und Handwerker oder auch Spitex-Betriebe seien aus ihrer Sicht auf eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur angewiesen. Nicht wenige Berufstätige würden ihren Arbeitsort nach wie vor nur mit dem Auto in einer zumutbaren Zeit erreichen. «In Zukunft wird im Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf viel Flexibilität von uns gefordert. Dazu braucht es neben dem ÖV auch den motorisierten Individualverkehr», finden die Ortsparteien. Im Stau stünden auch die Postautos, die mittlerweile öfters knapp oder verspätet am Bahnhof ankommen.

Die Kritik seitens der SVP wird noch schärfer: «Der Widerstand gegen das Oase-Projekt ist nur ein Beispiel der Verhinderungsmentalität, die in den letzten Jahren bei gewissen Lokalpolitikern Einzug gehalten hat.» Als Beispiele für diese Verhinderungspolitik nennen die SVP-Vertreter den Widerstand gegen den Centurion-Tower oder das Schlechtreden der Siedlung Fehlmannmatte in Windisch. «Mit dem massiven Widerstand gegen jedes grössere Strassen- oder Bauprojekt und den teilweise persönlichen Angriffen auf die am Projekt Beteiligten, schafft man ein schädliches Klima für zukunftsorientierte Lösungen», schreiben die Ortsparteien. «Diese Verhinderungspolitik bereitet uns Sorgen.»

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